Warteraum des Ungewissen

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"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf

Spielclub 4 des Theaters Aalen präsentierte mit „How to Open a Door“ eine eigene Stückentwicklung.

"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf
"How to open a door" feierte Premiere am Theater der Stadt Aalen. Foto: Peter Schlipf

Aalen. Lediglich 45 Minuten benötigen Finn Blesch, Clara Brüggemann, Alessia Cirjaliu, Barbara Müller, Dennis Sturm, Carla Uhl und Johannes Zeidler, um einen Einblick in ihre Sorgen und Ängste, aber auch in ihre Träume und Hoffnungen zu gewähren. Die eine hat ihr Leben schon durchgeplant und wartet nur noch auf den richtigen Mann an ihrer Seite, die andere sucht einen Praktikumsplatz, ohne recht zu wissen, worauf sie sich einlässt. Eine weitere junge Frau ist mit der allernächsten Zukunft beschäftigt, dem Umzug, dem Einrichten der ersten eigenen Wohnung, dem Studium.

Doch über allem schwebt ein oftmals greifbarer Pessimismus: Wie kann und wird eine Zukunft angesichts von Pandemie, Krieg und Klimawandel aussehen? Was bringt es, Pläne zu schmieden, wenn sie doch nicht umsetzbar sind? All ihre Sorgen und Hoffnungen haben die sieben Jugendlichen unter der Leitung von Lisa-Marie Krauß in einen Abend gebracht. Ariane Scherpf hat dafür einen Raum geschaffen, der Alles und Nichts ist. Weiß vertäfelt erinnert er zugleich an eine Gummizelle und den Warteraum einer Behörde. Mitten im Raum steht die Tür, die dem Stück den Titel gibt. Nur selten lässt sie sich öffnen und gewährt Einlass. Meistens versperrt sie den Weg in die Zukunft und zwingt die Jugendlichen in eine endlose Warteschleife.

Regisseurin Lisa-Marie Krauß setzt neben der spielerischen Stärke ihrer jungen Darsteller auch auf absurd-komische Elemente, die das eintönige Warten aufbrechen – von der App „The Right Choice“, die es ermöglicht, schwierige Entscheidung spielend leicht zu treffen, über eine Orakelbefragung, die zu einer Art Drogenrausch ausartet. Mit Bravour gelingt dem Spielclub mit „How to Open a Door“ eine Produktion, die sich nicht davor scheut, Nöte zu benennen und ernst zu nehmen, zugleich aber dazu auffordert, nie die Hoffnung aufzugeben.

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