Wenn Gedichte zu Bildern werden

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Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
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Erstmals Arbeiten des jungen Künstlers Paul Scharpfenecker im Atelier Knödler.

Ellwangen. Was macht man, wenn man in „Unbekannte Tiefen“ kommt? Richtig, man tastet sich vor, schaut, taucht dahinein und erlebt eine neue, vielleicht vorher nie dagewesene Welt, einen Ort der Inspiration mit völlig neuen Perspektiven. Paul Scharpfenecker ist ein junger Künstler, der diese Welten mit seinen Bildern und Skulpturen erschafft, sie nach seinem Willen kreiert und von denen er selber sagt, davon noch lernen zu können.

Am Freitag präsentierte Scharpfenecker 18 Bilder und Skulpturen im Atelier Karl Heinz Knoedler im Ellwanger Schloss. Dr. Anselm Grupp vom Kultur-, Presse- und Touristikamt betonte in seiner Einführung, dass die Räume mit ihrer Geschichtsträchtigkeit den passenden Rahmen für diese Ausstellung böten. Immerhin sei zudem in der Satzung der Stiftung verankert, Nachwuchskünstlern hier eine Chance zur Veröffentlichung zu geben.

Es sei allerdings das erste Mal, dass er in Ellwangen ausstelle, betonte Paul Scharpfenecker. Ihm sei es eine Ehre, diese doch schon sehr bedeutenden Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Literatur spiele in seinen Werken eine Rolle, sagt der junge Mann. Satzfragmente und zum Teil kaum leserliche Wörter schieben sich fast unmerklich an die Oberfläche.

Es sind beispielsweise Gedichte von Rilke, wie im Bild „Rose nach Rilke“, die ihren Platz in den Bildern gefunden haben. Mit verschiedenen Materialien schafft Paul Scharpfenecker eben jene unbekannten Tiefen, die zum Verweilen einladen, die ergründet und erforscht werden wollen. In die Motive hat er seine Gefühle und Emotionen sowie gesellschaftliche Diskurse und persönliche Anekdoten einfließen lassen.

Der 22-jährige Scharpfenecker, der eine Ausbildung zum Grafik-Designer in Aalen absolviert und sich neben der Malerei auch der Bildhauerei und Fotografie widmet, visualisiert mit unterschiedlichsten Techniken, überlagert mit mehreren Schichten, reduziert dagegen bei anderen Werken, nimmt auch mal seine Hände als Pinsel oder bemalt Karton, dessen Motiv er dann auf die Leinwand druckt.

Die Ausstellung dauert bis 21. November und ist samstags und sonntags jeweils von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet. Es gilt die 3G-Regel.

Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
Paul Scharpenecker stellt seine Bilderkunst erstmals im Atelier Knödler in Ellwangen aus.
Paul Scharpfenecker (links) mit einer Besucherin seiner Ausstellung

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