Wie die Kapfenburg mehr Platz für die Fans von LaBrassBanda und Co. schafft

+
LaBrassBanda spielt beim Festival auf Schloss Kapfenburg.
  • schließen

Was die Liebhaber von Klassik, Jazz und Pop, aber auch Kinder, in diesem Jahr auf Schloss Kapfenburg erleben können.

Lauchheim

Der Höhepunkt im Jahr: natürlich das Festival Schloss Kapfenburg. In diesem Jahr werden am 27. Juli unter anderem Helge Schneider und am Donnerstag, 30. Juli LaBrassBanda auf der großen Festivalbühne im Schlosshof stehen. Doch bereits am Freitag, 3. Februar, 20 Uhr, sind auf der Kapfenburg zwei außergewöhnliche Künstler zu erleben. Zu Gast beim Auftakt der diesjährigen Turnaround-Reihe ist das Jazz-Duo Camille Bertault und David Helbock. Sie gilt als Frankreichs Rising Star des Jazzgesangs, er als einer der faszinierendsten Pianisten des Kontinents. „Die französische Stimmakrobatin Camille Bertault und der 'da Vinci am Fügel' David Helbock machen Jazz voller Emotionen, das ist rockig, sanft und geheimnisvoll“, freut sich Akademiedirektor Moritz von Woellwarth schon auf den Abend.

Zwei internationale Künstler, die nicht im Bandhaus, sondern im Trude-Eipperle-Rieger-Konzertsaal zu erleben sind. „Der Pianist braucht den großen Flügel, dieser wird auch elektronisch präpariert“, erklärt von Woellwarth dazu. Es werde kein rein akustischer Abend, so der Akademiedirektor, der im Internet zufällig auf das Duo gestoßen ist. „Da bin ich dann hängengeblieben“, erzählt er.

Mit zu sehen sind jeweils zu den Turnaround-Konzerten in der Pop-up-Galerie die Arbeiten regionaler Künstler. Zum Auftakt sind es Werke von Daniel von Alkier. Er stammt aus Hülen und studiert an der Akademie der Künste in Stuttgart. Drei Tage lang sind seine Arbeiten dort zu sehen, wie Pressesprecherin Franziska Groß, Pressesprecherin erklärt. „Und man kann die Kunst auch kaufen.“

Das ist neu in 2023

Neu zur Turnaround-Reihe, die sowohl internationalen als vor allem auch Künstlerinnen und Künstler aus Baden-Württemberg eine Bühne bieten soll, gibt es ein VIP-Ticket für alle vier Konzerte, das ein Getränk und Snacks beinhaltet. Genießen kann man diese dann auch am Donnerstag, 3. März zu nolabeat, dem Konzert, das in Kooperation mit den Jazz Lights stattfindet. Am Freitag, 10. November ist das Gismo Graf Quartett zu Gast. „Er kommt mit seiner Schwester, die auch singt“, so der Akademiedirektor. Am Freitag, 1. Dezember ist dann das Axel Kühn Trio auf der Kapfenburg.

Drei Musketiere für die Kinder

Die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen ist ein Schwerpunkt der Internationalen Musikschulakademie, so Franziska Groß. „Wir müssen mehr für Kinder anbieten“, sagt sie und nennt auch gleich ein Beispiel, wie man das in Zukunft unter anderem anpacken will. „Es ist ein Glück, dass es auch Musikensembles gibt, die Konzerte für Kinder machen“, fährt sie fort.

So wie das Diogenes Quartett. Am Freitag, 24. November, 16 Uhr, entführt es unter dem Titel „d'Artagnan und die 3 Musketiere“ ins Frankreich von 1625. Im Vorfeld gibt es eine Kinderschlossführung - auch dieses Angebot ist neu und kann von Gruppen gebucht werden. Für den Sommer wolle man eventuell ein Ferienprogramm anbieten. Das sei aber noch nicht konkretisiert, sagt Franziska Groß.

Festival mit mehr Sitzplätzen

Noch nicht ganz festgezurrt ist das gesamte Programm des Open-Air-Festivals Ende Juli. Sicher aber ist, dass es für 400 Sitzplätze mehr geben wird. Im oberen Bereich des Schlosshofes wird eine Tribüne mit Schalensitzen aufgebaut, die Tische und Sitzplätze hinter der Mauer fallen weg, der VIP-Bereich kommt etwas weiter nach unten. „Die Bilanz des letzten Festivals war dank der Gastronomie, unseren Sponsoren und Partnern eine schwarze Null“, sagt von Woellwarth. „Das war unser Anspruch.“ Man wolle ja keinen Gewinn einfahren, sondern Kultur für alle bieten. Das Konzept mit der Gastronomie im Obstgarten habe sich bewährt und werde beibehalten. Vor dem dem Konzert mit LaBrassBanda spiele dort die Stadtkapelle Lauchheim. „Die freuen sich wie Bolle“, sagt der Akademiedirektor. Auch, weil danach auch für sie der Abend mit den Blasmusikern vom Chiemsee weitergeht.

Eröffnet wird das Festival am Freitag, 21. Juli, mit dem Stiftungsfest „da!Sein - El Viaje“, fest steht außerdem das Konzert mit Konstantin Wecker am Mittwoch, 26. Juli und am Donnerstag, 27. Juli mit Helge Schneider. Erneut soll auch ein Nachwuchsensemble auf der großen Bühne zeigen dürfen, was es kann. Wie und wer, das steht aber noch nicht fest. „Auch die Zusammenarbeit mit der Popakademie Mannheim verfolgen wir weiter“, sagt von Woellwarth. Inwieweit sich diese im Programm 2023 niederschlagen werde, sei allerdings zum jetzigen Stand noch nicht ganz klar.

Accelerando im Konzertsaal

Vier Konzerte plus die Nacht der PoetInnen am Donnerstag, 26. Oktober, bietet die Accelerando-Reihe. Auftakt ist am Donnerstag, 23. Februar, mit Karidon Brass im Konzertsaal. Ihnen folgt am Donnerstag, 25. Mai, das Trio Klangspektrum, Donnerstag, 22. Juni, das Klavierduo Stenzl, am 28. September Wildes Holz, und am 23. November das Diogenes Quartett.

Informationen und Tickets zum Konzert im Trude-Eipperle-Rieger-Konzertsaal mit Camille Bertault & David Helbock mit „Playground“ am Freitag, 3. Februar, gibt es unter Tel: (07363) 961817, an der Abendkasse und auf www.schloss-kapfenburg.de. Dort gibt es auch Infos zur Pop-up-Galerie Daniel von Alkier, eine Anmeldung für den Besuch am Samstag und Sonntag ist nicht notwendig. Einlass ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Normalpreis 20, ermäßigt ab 15 Euro. Festival Schloss Kapfenburg: Freitag, 21. Juli bis Sonntag, 30. Juli. Fest steht das Programm für Freitag, 21. Juli, 20 Uhr, mit „da!Sein - El Viaje“, Mittwoch, 26. Juli, Konstantin Wecker, Donnerstag, 27. Juli, Helge Schneider, „Der letzte Torero - Big L.A. Show“ und Sonntag, 30. Juli, 20.30, LaBrassBanda, Brass Fire Tour 2023.

Konstantin Wecker
Helge Schneider
Bertraul Helbrock Foto: Joanna Wizmur
Franziska Groß und Moritz von Woellwarth. Foto: dot

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

Kommentare