Zwei starke literarische Stimmen

+
Monika Helfer, Trägerin des Hauptpreises, liest aus „Die Bagage“

Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.

Schubart-Preisverleihung

Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt © Kulturamt Aalen
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt © Kulturamt Aalen
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt © Kulturamt Aalen
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt © Kulturamt Aalen
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt
Zum ersten Mal fand die Verleihung des Schubart-Literaturpreises im Kulturbahnhof statt © Kulturamt Aalen
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA.
Monika Helfer und Verena Güntner lesen im Aalener KubAA. © OLIVER GIERS

Aalen. Erst die Würdigungen, danach dann der genauere Einblick in das Werk. Am Samstag wurde der Schubart-Literaturpreis an die Autorinnen Monika Helfer und Verena Güntner im Kulturbahnhof Aalen vergeben. Sonntagvormittag lasen die beiden dann ebenfalls dort aus „Die Bagage“ und „Power“. Rund 50 Gäste hörten zu. Helfers berührenden Geschichte um die eigene Familie. Güntners Geschichte um die Suche nach einem Hund, die weit mehr aufzeigt, als nur das.

Mehr zum Thema:

Schubart-Preis an Monika Helfer verliehen

Beide Autorinnen seien am Samstag „imposant“ bei der Preisübergabe gefeiert worden, wie Aalen Oberbürgermeister Thilo Rentschler die Gäste im Orgelsaal begrüßt. Den er fast im gleichen Atemzug zum Christian-Friedrich-Daniel-Schubart-Saal ausruft, einmal mehr kräftig die Werbetrommel für die Schubart-Gesellschaft rührt und die Arbeit der Jury lobt.

Dann gehört die Bühne Monika Helfer, die es mit ihrem Roman auch auf die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft hat. Ruhig und gelassen läuft sie ans Lesetischchen, setzt sich dort und dann eine schwarze Lesebrille mit dickem Rand auf. „Also lese ich aus der Bagage“, sagt die Österreicherin. Und beginnt damit.

Helfers Stimme ist rauchig-unaufgeregt und bleibt das auch. Sie strömt in einem gleichförmigen Fluss in Harmonie mit ihrem literarischen Klang. Die Zuhörerschaft lernt mit dem Beginn des Romans die Großeltern der 1947 im Vorarlberg geborenen Autorin kennen: Maria und Josef sowie das Kind Margarete, Helfers Mutter, dessen Vater Josef „sie nicht einmal im Schlagen berühren wollte“.

Nur ab und zu trinkt Monika Helfer einen Schluck Wasser, dann fährt sie fort mit ihrem Roman, in dem sie geschickt die Zeichnung ihrer eigenen Bagage mit der des Lebens in einem Bergdorf zur Zeit des Ersten Weltkrieges zu einem Gesamtbild verknüpft. Rund eine halbe Stunde liest Monika Helfer. Es ist sehr ruhig im Saal, nur ab und an hört man aus den Reihen, wie jemand ganz leicht in sich hineinlacht - etwa dann, als es um den Kindersegen von Josef und Maria geht.

Auch die 1978 in Ulm geborene Verena Güntner beginnt fast mit dem Anfang ihres Romans, für den sie mit dem Förderpreis der Kreissparkasse ausgezeichnet wurde. „Ich stelle die beiden Hauptfiguren Kerze und Hitschke vor“, sagt sie, bevor sie liest. Die Autorin ist auch Schauspielerin, jeder Satz bekommt so obendrauf noch das Elixier der Mimik. Die selbstbewusste Kerze spricht in einem festen Ton, die verlorene Hitschke, deren Hund „Power“ verschwunden ist, mit dem einer unsicheren Frau. Verena Güntner zieht damit auch stimmlich in den Sog der Geschichte, die sie textlich als Autorin entwickelt.

Dass Schriftstellerinnen und Schriftsteller aber nicht nur von ihren Preisen leben können, darauf weist Thilo Rentschler abschließend hin. „Kaufen Sie die Bücher“, appelliert er. Der ein oder andere folgt diesem Appell. Und bekommt in sein Exemplar gleich noch eine Signatur von Preisträgerinnenhand geschrieben.

Zurück zur Übersicht: Ostalb-Kultur

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL

Kommentare