44,5 Millionen für Breitbandausbau auf der Ostalb

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Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (vorne rechts) überreichte Landrat Dr. Joachim Bläse (vorne links) den Breitband-Förderbescheid für den Ostalbkreis.
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Wie die Landesregierung mit Fördergeldern das schnelle Internet bis in die letzten Winkel bringen und die weißen Flecken beseitigen will .

Ellwangen. Großer Bahnhof auf dem Ellwanger Schloss: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl, zugleich stellvertretender Ministerpräsident und Digitalisierungsminister, übergab persönlich die bewilligten Breitbandförderbescheide für die Landkreise Ostalbkreis, Schwäbisch Hall, Heidenheim und Göppingen auf dem Ellwanger Schloss.

Sehr viel Geld, befand der Minister, "mit so viel im Rucksack war ich noch nie hier." Am Montag flossen rund 63 Millionen Euro nach Ostwürttemberg, der Löwenanteil davon in den Ostalbkreis mit rund 44,5 Millionen Euro. 41 Breitbandprojekte von 32 Antragsstellern werden damit in Ostwürttemberg gefördert, 20 Projekte im Ostalbkreis. Dabei kommen auch neuartige Verlegetechniken wie die Verlegung in Bahntrassen zum Einsatz. Mit Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude sollen weiße Flecken getilgt und die Versorgung an Schulen, Krankenhäusern und Gewerbegebieten optimiert werden.

„Beim Ausbau des schnellen Internets drücken wir aufs Tempo. Denn wir haben ein ehrgeiziges Ziel: Wir wollen eine flächendeckende gigabitfähige Breitbandinfrastruktur im Land auf den Weg bringen", erklärte Strobl. Der konsequente Breitbandausbau und seine finanzielle Förderung gehören dabei als ganz zentrale Bausteine zur Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg. "Bereits in den vergangenen fünf Jahren konnten wir mehr als 2.600 Breitbandprojekte mit insgesamt rund 1,165 Milliarden Euro fördern. Nach der Verabschiedung des dritten Nachtragshaushalts für das Jahr 2021 durch den Landtag von Baden-Württemberg haben wir in diesen Tagen insgesamt 339 Förderanträge mit einem Volumen von mehr als 400 Millionen Euro bewilligt“, sagte Strobl.

„Baden-Württemberg geht mutig voran, baut die notwendigen Infrastrukturen konsequent aus und achtet dabei stets auf die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in unserem Land. Gemeinsam arbeiten Land, Kreise und Kommunen daran, den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich zu begegnen und die Digitalisierung weiterhin zu einer Erfolgsgeschichte für das Technologieland Baden-Württemberg zu machen“, so Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

"Es geht schlichtweg um die Zukunft. Nur im Zusammenspiel ist es möglich, diese Herkulesaufgabe zu bewältigen."

Dr. Joachim Bläse, Landrat Ostalbkreis

Für Landrat Dr. Joachim Bläse war es "Ein besonderer Tag, ein richtiger Freudentag." Ziel sei es, hier in der wunderbaren Landschaft im ländlichen Raum zu leben, aber dieselben technischen Voraussetzungen für die Wirtschaft, Schulen und Bildung, für jeden einzelnen am Wohnort zu schaffen, wie in den Zentren und Ballungsräumen. "Es geht schlichtweg um die Zukunft. Nur im Zusammenspiel ist es möglich, diese Herkulesaufgabe zu bewältigen", erinnerte Bläse.

Landrats Dr. Joachim Bläse (links) bittet Innenminister Thomas Strobl, sich in das Goldene Buch des Ostalbkreises einzutragen.
  • Aufgeschlüsselt: Das bekommen die Kommunen
  • Landkreis Ostalbkreis: 52 000 Euro, Stadt Aalen: 6,128 Millionen Euro, Stadt Schwäbisch Gmünd: 9,4 Millionen Euro, Stadt Lauchheim: 435 000 Euro, Stadt Ellwangen: 2,160 Millionen Euro, Stadt Neresheim: 2,149 Millionen Euro, Stadt Oberkochen: 323 000 Euro, Stadt Bopfingen: 7,090 Millionen Euro, Gemeinde Rainau: 812 000 Euro, Gemeinde Essingen: 2,363 Millionen Euro, Gemeinde Göggingen: 657 000 Euro, Gemeinde Obergröningen: 292 000 Euro, Gemeinde Eschach: 504 000 Euro, Gemeinde Ruppertshofen: 211 000 Euro, Gemeinde Böbingen: 3,944 Millionen Euro, Gemeinde Schechingen: 1,145 Millionen Euro, Gemeinde Gschwend: 6,872 Millionen Euro.
  • In den Landkreis Schwäbisch Hall gingen 12 Millionen Euro, in den Kreis Heidenheim 2,83 Millionen Euro und in den Landkreis Göppingen 4,7 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen im Ostalbkreis rund 870 innerörtliche Trassenkilometer errichtet, etwa 8.500 "Fibre to the Building"-Hausanschlüsse und 1.000 Vorstreckungen realisiert werden.

Mehr zum Thema: Breitband – die Lage auf der Ostalb

Landrat Dr. Joachim Bläse (vorne links) bittet Innenminister Thomas Strobl, sich in das Goldene Buch des Ostalbkreises einzutragen. Mit dabei (hinten von links nach rechts): die Landtagsabgeordneten Winfried Mack, Tim Brückner, Martina Häußler und MdB Ro

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