Aalener Grüne zur Klinikdebatte: Entscheidung im Juli sei "unhaltbar" 

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Der Prozess der Begutachtung und transparenten Information über alle Alternativlösungen brauche Zeit und müsse professionell geführt werden. Zudem fordert der Stadtverband mehr Bürgerbeteiligung. 

Aalen. "Die Entscheidung über die zukünftige Klinikstruktur im Ostalbkreis ist von existentieller Bedeutung für die hier lebenden Menschen", betont der Stadtverband von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in einer Mitteilung und fordert, "die Menschen vor Ort gründlich zu informieren und in die Entscheidungen einzubeziehen." Denkbar seien etwa umfassende Infoveranstaltungen, Anhörungen vor Ort und Bürgerforen.

Im Vorfeld jedoch müsse eine ehrliche Analyse aller denkbaren Modelle erfolgen, so der Vorstand des Stadtverbands. Derzeit stehen im Kreistag nur zwei Modelle zur Diskussion. Der Stadtverband lehne diese Vorentscheidung ab.
"Alle Optionen gehören auf den Tisch und müssen umfassend begutachtet werden", heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei dürfe es keinen Zeitdruck geben – bereits im Juli im Kreistag entscheiden zu wollen, sei unhaltbar.

Der Prozess der Begutachtung und transparenten Information über alle Alternativlösungen brauche Zeit und müsse professionell geführt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Ostalbkreis stehe nicht nur die grundsätzliche Gesundheitsversorgung zur Debatte, es gehe auch um immense finanzielle Entscheidungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro. "Die öffentliche Diskussion hat gerade erst begonnen - der Entscheidungsprozess muss höchste Transparenz aufweisen und darf nur mit den Menschen vor Ort geschehen." Die Bürgerinnen und Bürger sowie die Mitarbeitenden würden wertvolle Impulse und Ideen beisteuern – so könne Politikverdrossenheit verhindert werden. „Das muss uns allen ein großes Anliegen sein" teilt der Vorstand des Stadtverbands mit.

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