Ab 2026 nur noch ein Ostalb-Dekanat

+
Das evangelische Dekanat in der Aalener Innenstadt. Möglicher Sitz eines gemeinsamen Ostalb-Dekanates?
  • schließen
  • Jürgen Steck
    Jürgen Steck
    schließen

Evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer verlesen am Sonntag in allen Gottesdiensten der Bezirke Gmünd und Aalen Erklärungen, in der es um die Zukunft der Dekanate geht.

Aalen/Schwäbisch Gmünd

Aus den beiden evangelischen Dekanaten Schwäbisch Gmünd und Aalen soll ab dem 1. Januar 2026 ein Ostalb-Dekanat werden. Zu dieser Entwicklung werden am Sonntag in allen evangelischen Kirchen der beiden Kirchenbezirke Gmünd und Aalen Erklärungen verlesen. Gmünds Dekanin Ursula Richter und der Vorsitzende der Bezirkssynode Schwäbisch Gmünd, Wolfgang Schmidt, bestätigten diese Entwicklung am Freitag am Rande der Vesperkirche auf Anfrage dieser Zeitung nicht, sie verwiesen jedoch auf Erklärungen in allen evangelischen Gottesdiensten am Sonntag und auf eine Pressekonferenz in Gmünd am kommenden Montag. Diese trägt den Titel „Neuaufstellung der Evangelischen Kirche auf der Ostalb“. Teilnehmen werden an dieser Pressekonferenz neben der Schwäbisch Gmünder Dekanin Ursula Richter und Aalens Dekan Ralf Drescher die Vorsitzenden der Bezirkssynoden, Heinz Schmidt und Wolfgang Schmidt. 

Aktueller Stand der Entwicklung ist, dass die beiden Kirchenbezirke eine Fusionsgruppe mit Mitgliedern beider Bezirke gebildet haben. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil beide Bezirkssynoden einer Fusion der beiden Dekanate zu einem Dekanat zustimmen müssen. 

Basis der Entwicklung ist auch ein Papier des Oberkirchenrates der Evangelischen Landeskirche. In diesem wird erklärt, warum es aus Sicht des Oberkirchenrates zu Fusionen kommen müsse. So habe die Landeskirche im Jahr 2021 einen Rückgang von rund 45 000 Gemeindemitgliedern zu verzeichnen gehabt. Es habe einen entsprechenden Rückgang der Zahlen im Pfarrdienst gegeben. „Eine glaubwürdige Umsetzung des anstehenden Pfarrplans kann vor den Leitungsämtern in der mittleren Ebene nicht halt machen“, heißt es. Diese mittlere Ebene, das sind die Dekanate. Und weil die Anzahl der durch die Dekanatsämter zu betreuenden und beaufsichtigenden Pfarrstellen wie auch die Anzahl der zu beaufsichtigenden und zu visitierenden Kirchengemeinden“ in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken sei, könnten auch die Ämter zusammengefasst werden. Dabei sei zu beachten, dass Veränderungen nur immer dann umsetzbar sind, „wenn die Amtszeit eines Dekans/einer Dekanin ausläuft“. 

Leitung von Aalen aus?

Im Dekanat Schwäbisch Gmünd ist es so, dass Dekanin Ursula Richter im kommenden Jahr 2023 in den Ruhestand treten wird. Dies wird in Kirchenkreisen als Hinweis darauf gesehen, dass ein mögliches Ostalb-Dekanat vom dann noch „übrigen“ Aalener Dekan Ralf Drescher geleitet werden könnte. Als „laufender Prozess“ wird im Papier des Oberkirchenrates die Zusammenlegung der Dekanate Aalen und Schwäbisch Gmünd bezeichnet, Göppingen und Geislingen, Ulm und Blaubeuren sowie Gaildorf und Schwäbisch Hall.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Kommentare