Alpenüberquerung auf dem E5 Fernwanderweg

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Die E5-Wandergruppe direkt am Steinjöchle.

Leserinnen und Leser wandern durch sechs Täler und drei Länder. Warum das Gepäck bei dieser Tour nicht störte.

Aalen. Anfang Juli ging es eine Woche mit den Lesern der Schwäbischen Post und Gmünder Tagespost über die Alpen: von Oberstdorf nach Meran durch sechs Täler und drei Länder. Die Belohnung der Tour sind bleibende und einzigartige Erinnerungen an eine Reise, die von wechselnden und gegensätzlichen Landschaften und Vegetationszonen nicht besser geprägt sein könnte.

Los ging die Tour bei Traumwetter. Von Oberstdorf über die Kemptner Hütte (1.844 Meter) nach Österreich direkt ins Lechtal. Perfekt war, dass das Gepäck jeweils von Unterkunft zu Unterkunft gebracht wurde. Somit ging es nur mit einem Tagesrucksack, ausgestattet mit der wichtigsten Wanderausstattung für den Tag, los. Ein weiteres Plus dieser Reise waren die Übernachtungen in gemütlichen Hotels oder Gasthöfen. Die Reisegruppe erwartete somit täglich eine warme Dusche, eine Sauna, ein weiches Bett und eine leckere, landestypische Verpflegung. Bei mehrgängigen Abendmenüs konnten alle die eindrucksvollen Wandertage in geselliger Runde Revue passieren lassen.

Am zweiten Tag passierte die Wandergruppe bunte Blumenwiesen und Grasberge im wunderschönen Plötzigtal, von wo der Weg hinauf zur Anhalterhütte und zum Steinjöchle (1.996 Meter) führte. Der faszinierende Ausblick vom Steinjöchle in das Pitztal war atemberaubend und zeigte wieder einmal, wie beeindruckend diese Landschaft ist. Von der Venet-Hütte ging es an Tag 3 auf die Glanderspitze. Der aufkommende strömende Regen erschwerte den Abstieg nach Wenns ins Pitztal. Am nächsten Tag war das Rettenbachjoch, der höchste Punkt der Reise, mit einer Höhe von 2.990 Metern, das Ziel. Der anspruchsvolle regnerische Aufstieg vorbei am Pitztal-Gletscher über die Braunschweiger Hütte war ein absoluter Höhepunkt und zugleich eine Herausforderung für alle Teilnehmer. Der erfahrene Wanderführer Albert führte auch hier die Gruppe wieder sicher durch diese Tour. Leider waren die Ötztaler Eisriesen in Wolken gepackt und man konnte nur erahnen, was für eine beeindruckende Bergkulisse sich dahinter versteckte. Im Anschluss ging es dann durch ein Schneefeld entlang des Rettenbachgletschers direkt ins Tal zum Hotel hinab.

Mit der Route über das Timmelsjoch (2.474 Meter ), vorbei an schroffen Felsen und blühenden Almwiesen, endete ein weiterer wunderschöner und wieder sonniger Tag im idyllischen Südtiroler Bergdorf Rabenstein. Nach einem steilen Anstieg erwartete die Gruppe am letzten Wandertag ein Höhenweg mit gigantischem Bergpanorama. In der Mahd-Alm, welche direkt unter dem Hirzer-Berg thront, wurde ein letztes Mal eingekehrt. Leckere Brotzeitbrettl, Kaiserschmarrn, Speckknödel oder Hüttennudeln konnte man bei herrlichstem Wetter und beeindruckendem Ausblick genießen. Angekommen im wunderschönen Meran, feierten alle die gemeinsam erreichte Leistung. Die nächste E5-Reise für die Etappe Meran-Gardasee mit unserem Wanderführer Albert ist schon in Planung.

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