Angst vor dem ersten Schultag

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Kai Nar gibt Tipps für einen sicheren Schulweg und empfiehlt Eltern, viel zuzuhören und Kinder ernst zu nehmen.

Aalen. Die Einschulung markiert einen neuen Lebensabschnitt, der Veränderungen mit sich bringt. Die meisten Kinder freuen sich auf die Schule. Aber nicht alle. „Wichtig ist, dass Eltern ihren Sprösslingen Mut machen, Neugier wecken und vielleicht von der eigenen Einschulung erzählen. Unbedachte Äußerungen über den nun beginnenden Ernst des Lebens oder nebulösen Andeutungen wie ‚Du wirst schon sehen‘ können ungewollt Versagensängste schüren, die Unvoreingenommenheit des Kindes und schlimmstenfalls das Selbstbewusstsein beschädigen“, sagt Kai Nar, Regionalgeschäftsführer der Barmer.

Zu den großen Veränderungen gehöre der neue Schulweg mit möglichen Gefahren im Straßenverkehr. „Eltern sollten die verbleibenden Tage vor der Einschulung dafür nutzen, mit dem Kind den Schulweg mehrmals abzulaufen und das Überqueren von Straßen zu üben. Das macht die Kinder sicherer und schont die Nerven der Eltern“, sagt Nar.

Der Tag der Einschulung selbst sollte gefeiert werden. Kleine Überraschungen in der Schultüte, der Besuch der Großeltern und das Lieblingsessen würden den Tag für das Kind unvergesslich machen.

Wenn das Kind wiederholt bedrückt nach Hause komme, über Bauchschmerzen klage oder plötzlich ungewohnt still oder aggressiv sei, dann könnten dies Hinweise dafür sein, dass es sich in der Schule unwohl fühle. „Kinder geben sich schnell die Schuld, wenn es Probleme gibt und verschließen sich, wenn sie Fragen beantworten sollen, die ihnen unangenehm sind“, sagt Kai Nar.

Das Beste, was Eltern tun könnten, sei, viel Zeit mit dem Kind zu verbringen und genügend ruhige Momente zu schaffen, in denen sich das Kind öffnen könne. Hinter der Schulangst könne viel stecken, wie zum Beispiel Unwohlsein im unbekannten Schulgebäude, Einschüchterungen durch Ältere oder unangenehme Situationen im Unterricht. Auch wenn aus der Sicht von Erwachsenen die Sorgen von Kindern unbegründet erscheinen, sollten Eltern diese ernst nehmen und nicht kleinreden.

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