Jahresrückblick: August 2021

Axtmann verbreitet Angst und Schrecken

+
Wenige Minuten vor dem Zugriff: Unzählige Einsatzkräfte der Polizei versammeln sich auf einem Parkplatz in der Leutzestraße und besprechen das weitere Vorgehen.
  • schließen

Stundenlang sucht die Polizei Anfang August einen bewaffneten 41-jährigen Mann in der Gmünder Oststadt . Auch ein Spezialeinsatzkommando ist im Einsatz.

Schwäbisch Gmünd

Der 7. August wird vielen Gmündern in Erinnerung bleiben. Denn an diesem Tag verbreitete ein 41-Jähriger in der Stadt Angst und Schrecken. Was in der Oststadt genau los ist, verschweigt die Polizei aber lange Zeit – erst wenige Stunden später ist klar: In Schwäbisch Gmünd läuft ein psychisch angeschlagener und der Polizei als Drogenkonsument bekannter Mann mit einer Axt umher. Weite Teile der Gmünder Oststadt sind zu dieser Zeit schon abgeriegelt, ein Spezialeinsatzkommando angefordert und ein Polizeihubschrauber in der Luft.

Die Spur des Mannes führt die in Alarmbereitschaft versetzten Beamten letztlich in die Bismarckstraße, wo ein bis auf die Zähne bewaffnetes SEK-Kommando die Wohnung des Tatverdächtigen im ersten Stock des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes stürmt. Ergebnislos, denn die Wohnung ist leer. Erst zwei Stunden später die Entwarnung: Der Gesuchte kann unweit seiner Wohnung im Bereich der Kaspar-Vogt-Straße von der Polizei festgenommen worden.

Wie die Polizei wenige Tage später bestätigt, war der Mann bereits rund zwei Wochen zuvor in Heubach auffällig geworden. Er sei dort wohl mehrere Tage (ohne Axt) unterwegs gewesen und habe letztlich am Rand des Flugplatzgeländes ein kleines Lagerfeuer entfacht.

Ein extremistischer Hintergrund für den Vorfall in Schwäbisch Gmünd schließen Polizei und Staatsanwaltschaft aus. Vielmehr werde beim derzeitigen Ermittlungsstand davon ausgegangen, dass die Handlungen des Mannes auf seinen psychischen Zustand zurückzuführen seien. Gegen den Mann wird demnach wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Kommentare