Basenfasten: den Körper entgiften

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Beim Basenfasten kommen nur basische und natürliche Lebensmittel auf den Tisch. Vor allem Obst und Gemüse.
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Sporttherapeutin Melanie Gold zeigt in ihrem Kurs, wie man mit der richtigen Ernährung den Körper entsäuern kann. Die Regel: Nur basische und natürliche Lebensmittel sind erlaubt.

Aalen

Einfach mal den Körper für eine Woche entgiften, das sei das Hauptziel des Basenfastens, sagt Kursleiterin Melanie Gold. Seit vielen Jahren bietet sie bereits den Kurs des Basenfastens an. Und immer wieder gibt es zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In dem Kurs tauschen sie sich gegenseitig über Fortschritte und Erfahrungen mit dem Basenfasten aus. In diesem Jahr fand der Kurs erstmals virtuell statt.

In diesem Jahr fiel es Melanie Gold ohnehin etwas schwerer, zu starten. "Gerade in der Zeit zu fasten, wo man schon auf so viel verzichten muss, da kamen mir echte Zweifel", sagt die 49-Jährige. Am Ende tut es dann doch immer wieder gut, daher hat sie den Kurs gestartet. Und schließlich ist sie nicht alleine. "Durch die Unterstützung der anderen geht es auch viel leichter", sagt sie. Insgesamt neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren diesmal beim Kurs dabei. Einige sind neu, andere sind bereits mit den Basenfasten vertraut.

Wie funktioniert Basenfasten?

Durch das Basenfasten sollen chronische Beschwerden, wie Verdauungsprobleme, Blähungen, häufige Kopfschmerzen sowie Migräne gemildert werden. Die Ernährung wird dabei komplett umgestellt. "Nur basische und natürliche Lebensmittel kommen für eine Woche auf den Tisch", sagt Gold. Das heißt: Auf säurebildende Lebensmittel wird komplett verzichtet. Denn gerade daraus bestehen 80 Prozent unserer Ernährung.

"Wenn man zu viele säurehaltige Produkte wie Wurst, Fleisch und Milchprodukte zu sich nimmt, sorgt das für einen säurereichen Haushalt im Körper", erklärt die Sporttherapeutin. Heißt: Durch eiweißreiche oder tierische Lebensmittel bilden sich im Körper Säuren. Werden es zu viele Säuren, können diese nicht mehr richtig abgetragen werden und lagern sich im Körper ab. Diese Ablagerung führe dann häufig zu "Müdigkeit, Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und Allergien", sagt Gold.

Doch um den Körper richtig zu entgiften, braucht es auch viel Wasser oder Kräutertee. "Es ist wichtig, dass man währenddessen genügend Wasser zu sich nimmt", erklärt Gold. Dabei dürfen es gerne zwei bis drei Liter am Tag sein.

Die Vorbereitungswoche

Bevor es mit dem Basenfasten richtig losgeht, braucht es erst mal den Plan, was man braucht. "Ich habe daher für meine Gruppe direkt eine Einkaufsliste mit einer Übersicht erstellt", sagt Gold. Darauf stehen Lebensmittel wie Gemüse und Obst, aber auch Mandeln, Gemüsebrühe, Kokosmilch und Erdmandelflocken. Gerade Letzteres sorgte bei manchen Teilnehmern für Verzweiflung im Laden. "Ich habe so viele Läden danach abgesucht, bis ich die Erdmandelflocken gefunden habe", sagt ein Teilnehmer. Meistens finde man die Zutaten in Bio-Läden, sagt die Kursleiterin.

Regeln des Basenfastens

Wenn alle Zutaten besorgt sind und alles für die Woche vorbereitet ist, dann kann es losgehen. Zuvor erklärt Gold aber noch die Regeln:

Nur basische und natürliche Lebensmittel kommen auf den Tisch.

Melanie Gold Kursleiterin und Sporttherapeutin
  • Rohkost gibt es nur bis 14 Uhr und nur bei guter Verträglichkeit zu essen.
  • Nach 18 Uhr möglichst nichts mehr essen.
  • Lebensmittel so naturbelassen wie möglich lassen.
  • So wenig wie möglich essen, aber so viel wie nötig.
  • Gewürze sparsam verwenden.
  • Nur essen, was man mag.
  • Mehr Gemüse als Obst essen.

Dazu sollte man am ersten Tag unbedingt den Darm abführen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. "Man kann einen halben Liter Wasser mit Glaubersalz trinken", erklärt Gold. Oder, was Gold bevorzugt, die Darmreinigung durch Einläufe. Dieses Thema sei immer sehr heikel, aber die richtige Darmreinigung sei für das Basenfasten notwendig. Dadurch werde der Körper entlastet, gereinigt und eventuelle Kopfschmerzen könnten vermieden werden.

Für Melanie Gold bringt das Basenfasten nur Vorteile. Sie macht das im Frühjahr, "um einfach einen klaren Kopf zu bekommen." Auch ihre Familie ernähre sich dadurch gesünder, sagt sie.

Zur Person: Melanie Gold ist 49 Jahre alt und arbeitet in Aalen als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis. Dazu bietet sie Akupunktur, therapeutisches Boxen und Naturheilkunde an. Mehr Infos zu Melanie Gold gibt es unter www.heilpraktikerin-aalen.de.

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