Besserung für Saison-Lehrkräfte

Die GEW freut sich über die Pläne, Vertretungslehrkräfte in den Sommerferien 2023 zu bezahlen.

Aalen. Die Bildungsgewerkschaft GEW freut sich darüber, dass ab 2023 die Sommerferien der fast 4000 Vertretungslehrkräfte in Baden-Württemberg bezahlt werden sollen.

„Endlich sollen befristet beschäftigte Lehrkräfte in den Sommerferien bezahlt werden“, informierte am Montag in Aalen Simon Davis, der Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). „Ich danke allen, die bei den Demonstrationen vor dem Landtag und dem Kultusministerium dabei waren.“ Die Vertretungslehrkräfte seien für die Schulen der Rettungsanker. „Sie halten unter oft schwierigen Bedingungen und schlechterer Bezahlung als ihre Kolleginnen und Kollegen den Unterrichtsbetrieb in Baden-Württemberg aufrecht“, weiß Davis. Auch im Ostalbkreis waren Lehrkräfte betroffen.

Nach dem Beschluss der Haushaltskommission, müsse der Landtag dem Vorschlag noch zustimmen. Der Doppelhaushalt solle am 22. Dezember verabschiedet werden. Geplant sei vom Kultusministerium eine Regelung, bei der die befristeten Arbeitsverträge die Sommerferien einschließen. Die GEW hat angekündigt, in diesem Fall am 27. Juli 2023 vor dem Landtag mit den befristet beschäftigten Lehrkräften und den Landtagsabgeordneten zu feiern. Gleichzeitig werde sich die GEW weiter dafür einsetzen, dass die Sommerferien für die fertigen Referendare gezahlt werden.

Die GEW sehe in der Maßnahme einen kleinen Baustein gegen den Lehrkräftemangel, so Davis, denn immer wieder verließen die Saison-Lehrkräfte Baden-Württemberg, weil andere Bundesländer bessere Bedingungen böten. Im Sommer 2022 hätten 8000 bis 9000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg ohne Einkommen in die Sommerferien starten müssen. Kein Bundesland wendete diese Praxis in dem Ausmaß an. Die Bezahlung der Sommerferien für die befristet Beschäftigten koste etwa 15 Millionen Euro im Jahr, rund ein Tausendstel des Kultushaushaltes.

Link: Infos unter www.gew-bw.de.

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