Der Reiseblog von Lisa und Chris

Bled, Vintgar Klamm und Schichtkuchen, Tag 15 bis 17

+
Lisa und Chris an der Vintgar Klamm in Bled.

Bled. Lisa und Chris, zwei 18-jährige Schüler, reisen mit dem Interrail-Ticket von Aalen aus durch Europa. In diesem Reiseblog berichten die zwei von ihrer Tour.

Tag 15: Ade Ljubljana. Um 12 Uhr verließen wir die slowenische Hauptstadt und fuhren nach Bled, einem kleinen Luftkurort am gleichnamigen Gletschersee. Der Morgen begrüßte uns aber erst einmal mit ordentlich Regen. Wir machten und deswegen direkt auf den Weg zum Bahnhof. Dort angekommen mussten wir uns aufwärmen und leider feststellen, dass die billigen Regenjacken für zehn Euro nicht so wasserdicht sind, wie eigentlich erwartet. Es regnete quasi durch die Jacke durch.

River Camping: Ein günstiger Campingplatz

Der Zug fuhr bis zum Bahnhof Lesce-Bled. Von da aus nahmen wir einen Bus direkt nach Bled. Ticketkosten: 1,30 Euro pro Person. Unser Campingplatz für die nächsten drei Tage heißt „River Camping Bled“ und ist mit Abstand bis jetzt der billigste Platz auf unserer Tour. Wir zahlen für drei Übernachtungen und Kurtaxe 78,80 Euro und haben sogar zehn Prozent Rabatt bekommen, weil wir Backpacker sind.

Das Zelt von Lisa und Chris auf dem Campingplatz River Camping in Bled

Der Campingplatz ist moderner als die bisherigen. Zum See sind es 20 Minuten zu Fuß. Als wir ankamen, hatten wir freie Platzwahl. WLAN gibt es gratis auf dem ganzen Campingplatz. Dadurch, dass in Kroatien unser Gasbrenner den Geist aufgegeben hat, entschlossen wir uns dazu, die nächsten Tage einfach lecker essen zu gehen.

Am ersten Tag waren wir bei Mega-Burger in Bled. Diesen Imbiss können wir sehr empfehlen. Das Essen ist günstig und lecker. Wir zahlten für einen Wrap, ein Burger-Menü mit Pommes, zwei Getränke und eine zusätzliche Pommes 20 Euro. Das Beste daran: danach waren wir total satt. Uns hat der Laden so gut gefallen, dass wir uns dazu entschlossen, am dritten Tag den Imbiss noch einmal zu besuchen. Am ersten Tag machten wir eine Wanderung um den See. Die Farben des Sees sind atemberaubend. Der Rundweg ist etwa sechs Kilometer lang. Ein Muss für jeden Bled-Besucher.

Blick auf den Gletschersee in Bled.
Die Vintgar Klamm in Bled.

Tag 16: Am zweiten Tag stand ein Besuch der Vintgar Klamm auf dem Programm. Auf die Klamm stießen wir durch Instagram-Bilder - ebenfalls ein Muss aus unserer Sicht. Die Klamm ist vom Campingplatz etwa 90 Minuten entfernt. Wir wollten an dem Tag Geld sparen und gingen vorher für 15 Euro einkaufen. Obst, Nüsse und für den Abend einen Nudelsalat. Wir gönnten uns zwei One-way-Bustickets für je sieben Euro. Die Schlucht ist absolut traumhaft. Man läuft einen Steg entlang, der sich durch die ganze Klamm zieht.

„Prekmurska Gibanica“, ein Schichtkuchen mit einer leckeren Creme. Ein slowenisches Nationalgericht.

Nach der Klamm gönnten wir uns noch eine slowenische Spezialität: „Prekmurska Gibanica“, ein Schichtkuchen mit einer leckeren Creme. Aufgrund des Preises von 4,50 Euro teilten wir uns ein Stück. Absolut empfehlenswert und lecker. Der Kuchen ist unser drittes Muss für einen Bled-Besuch. Der Rückweg (wir hatten ja nur die Hinfahrt zur Klamm gebucht) war anstrengend. Wir hatten Hunger und kaum noch Wasser. Das Obst hatten wir auf dem Hinweg schon verputzt, die Nüsse auch, deshalb gab es auf dem Rückweg erst einmal nichts. Als wir am Abend zurückkamen, aßen wir noch unseren Nudelsalat und fielen erschöpft ins Bett, oder besser auf die platten Isomatten. Im Gegensatz zu Kroatien, Italien und die Schweiz ist Slowenien mit 10 Grad Celsius am Abend das bislang kühlste Land. Einen dicken Pullover hatten wir zum Glück eingepackt.

Weiter geht es nach Wien

Tag 17: Am letzten Tag in Bled chillten wir. Weil wir WLAN hatten, entschlossen wir uns, einen Film anzugucken und den Muskelkater von der Wanderung auszukurieren. Zum Frühstück kauften wir etwas im Supermarkt. Teilweise gibt es Rabatt auf Sandwiches, die nur noch einen Tag lang haltbar sind. Dementsprechend zahlten wir total wenig für die zwei Sandwiches und zwei Berliner, die es zum Preis von einem gab. Kosten: 3,50 Euro. Gegen Abend ging es dann wieder zu unserem Burger-Imbiss. Wie sehen die nächsten Tage aus? Wir wollen uns so langsam auf dem Weg nach Aalen machen, am liebsten über eine weitere schöne Stadt. Also guckten wir nach Wien. Dort haben wir für zwei Nächte über Booking.com ein Apartment gebucht. Wir zahlen für zwei Nächte 96 Euro. Jimmis Apartements 11 ist etwa 20 Minuten mit der S-Bahn vom Zentrum entfernt und hat alles, was wir lange nicht hatten: Küche, Waschmaschine, Wohnzimmer und einen Balkon. Wir haben uns vorgenommen in Wien selber zu kochen und hoffen, unser Budget von 60 Euro pro Tag nicht zu überschreiten. Wir sind gespannt.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

WEITERE ARTIKEL

Kommentare