Bordrechner kosten deutlich mehr

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Mehr als 200 Bordrechner sollen in Linienbussen auf der Ostalb installiert werden.
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Gestiegene Preise und Planungsfehler: Der Ostalbkreis muss deutlich mehr Geld für das System in die Hand nehmen.

Aalen. Insgesamt 215 Bordrechner und 25 mobile Geräte sollen für Linienbussen auf der Ostalb beschafft werden, um unter anderem Fahrgast-WLAN und digitale Informationen zur Verfügung zu stellen. Das Großprojekt „Bordrechner“ wird nun deutlich teurer als geplant: Statt wie kalkuliert 3,64 Millionen Euro kostet es nun im ungünstigsten Fall 5,2 Millionen Euro.

Zur Begründung für die Mehrkosten führte das Landratsamt in der jüngsten Sitzung des Kreis-Umweltausschusses unter anderem allgemein gestiegene Preise an. Die Kostenschätzung für das System war im Jahr 2018 erfolgt.

Darüber hinaus hatte das mit der Kalkulation beauftragte Beratungsunternehmen offenbar Preise für einzelne Komponenten zu niedrig angesetzt. Sie entsprachen schon damals nicht den marktüblichen Preisen, so das Landratsamt. Hinzu kommt, dass Fördergelder ausfielen und zusätzlich Geld in die Hand genommen werden muss, um das System reibungslos einzuführen, was bisher nicht in der Kostenschätzung mit drin war - macht unterm Strich noch einmal eine Million Euro.

Bisher war man - abzüglich der Landesförderung - von einem Eigenanteil von 2,2 Millionen Euro für OstalbMobil beziehungsweise den Ostalbkreis ausgegangen. Dieser sollte über ein Darlehen an OstalbMobil mit 270 000 Euro jährlich über zehn Jahre hinweg finanziert werden. Dieser Zuschuss soll nun um 250 000 Euro erhöht werden. Der Umweltausschuss gab ohne weitere Aussprache eine Empfehlung ab.

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