Bürgermeister der Region appellieren an Ministerpräsident Kretschmann

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Auch die Oberbürgermeister von Aalen und Schwäbisch Gmünd haben unterschrieben und fordern: Das Leben in den Städten schützen

Aalen. Aktuell 35 Bürgermeister haben sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewandt und bitten ihn, die die Umsetzung der Beschlüsse nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Unterschrieben haben auch Aalens OB Thilo Rentschler und Gmünds OB Richard Arnold.

Unter anderem heißt es in dem Schreiben: Wir fragen uns, nach welchen Kriterien die Bereiche ausgewählt wurden, die nun komplett geschlossen werden sollen. Theater, Oper, Kino, Gastronomie, Hotellerie und Cafes haben gute Hygienekonzepte etabliert und sind als Treiber des Infektionsgeschehens nach unserer Kenntnis von eher geringer Bedeutung. Es ist für uns nicht ersichtlich, dass durch den kompletten Lockdown dieser Bereiche das Tempo der Pandemie ausreichend gebremst werden könnte. Es scheint, als liege der Auswahl der Schließungsbereiche die Annahme zugrunde, dass diese am ehesten entbehrlich seien. Dieser Auffassung treten wir entgegen. Kunst, Kultur und Gastronomie machen das Leben in unseren Städten wesentlich aus. Sie einfach abzuschalten, gefährdet auf Dauer Bürgersinn, Zusammenhalt und Lebensgeist der Stadtgesellschaften. Wir sehen die Gefahr, dass die Maßnahmen damit das gefährden, was wir zuallererst brauchen, um die Pandemie durchzustehen.

Die Bürgermermeister bitten, besser zu differenzieren. In dem Brief heißt es: Beispielsweise ist Gastronomie mit Decken oder Heizstrahlern an der frischen Luft nach unserer Meinung völlig unbedenklich. Der Besuch einer Kunstausstellung oder einer Theatervorstellung kann durch weiter verschärfte Besucherzahlgrenzen, Masken und Abstände sicher gestaltet werden.

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