Bundeswehr unterstützt Ostalbkreis

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Archivbild: opo
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Soldatinnen und Soldaten sollen dem Ostalbkreis beim Krisenmanagement helfen – Zahlen steigen wieder.

Aalen. Wie bereits berichtet, hat das Landratsamt Ostalbkreis vergangene Woche einen Antrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen ersten Grades von Corona-Infizierten gestellt. "Erfreulicherweise haben wir sehr kurzfristig zugesagt bekommen, dass uns schon ab nächster Woche Soldatinnen und Soldaten bei dieser Aufgabe zur Hand gehen", informiert Landrat Dr. Joachim Bläse. "Mein Dank geht an das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr, das uns bei der Antragstellung beraten hat sowie an alle Stellen von Bund und Land, die diese Hilfeleistung so schnell möglich gemacht haben!"

Die Vorbereitungen für die räumliche Unterbringung und der Aufbau der technischen Infrastruktur laufen momentan. Die Landkreisverwaltung wird Anfang kommender Woche aktuell informieren. Man geht davon aus, dass die Soldatinnen und Soldaten bereits Ende der kommenden Woche für den Landkreis Dienst tun. Denn die Nachverfolgung der Kontakte, die Infizierte hatten, bindet viel Personal, weswegen man im Landratsamt dabei ist, die Kräfte dafür "massiv" aufzustocken, wie Susanne Dietterle vom Landratsamt sagte.

Die Kapazitäten des Gesundheitsamts, die bereits im Frühjahr mit sogenannten Containment-Scouts aufgestockt und aktuell erneut aus den anderen Verwaltungsbereichen des Landratsamts heraus verstärkt wurden, seien nahezu ausgereizt. Nach einer Mitteilung hofft der Landkreis darauf, dass 20 Soldatinnen und Soldaten im Ostalbkreis zur Nachverfolgung eingesetzt werden können.

Mit Stand vom Mittwoch gibt es im Ostalbkreis 158 aktive Fälle, das sind 49 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner gerechnet. Damit ist die kritische Marke von 50 fast erreicht.

Die meisten Fälle sind in Schwäbisch Gmünd gemeldet (38), es folgen Aalen (24), Bopfingen (15), Ellwangen (14), Waldstetten (14). In den anderen Städten und Gemeinden sind es jeweils deutlich unter 10 Fälle. In Waldstetten hängt der starke Anstieg von Neuinfizierten zusammen mit Fällen an der Franz-von-Assisi-Schule, wo mehrere Schüler unterschiedlicher Klassen positiv getestet wurden. 

Das Gesundheitsamt ist telefonisch unter (07361) 5031900 von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Per E-Mail können Anfragen an corona@ostalbkreis.de gestellt werden.

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