Bus fahren, aber richtig: Schulbustraining der Polizei im Ostalbkreis

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Die Kinder im Ostalbkreis sollen so früh wie möglich lernen, wie man sich als Fahrgast richtig verhält.

Das Polizeipräsidium Aalen führt zusammen mit Busunternehmen nach den Herbstferien 138 Schulbustrainings an 58 Schulen im Ostalbkreis durch.

Aalen. Für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen ist oft nicht nur die Schule neu, auch der tägliche Weg dorthin ist für die meisten ungewohnt und stellt sie vor eine neue Herausforderung: Die tägliche Busfahrt zur Schule.

Nach dem Wechsel von der Grundschule in die weiterführenden Schulen fahren viele zum ersten Mal alleine mit dem Bus. Obwohl dieser an sich ein sehr sicheres Verkehrsmittel ist, kommt es immer wieder zu gefährlichen und unangenehmen Situationen, wenn Gedankenlosigkeit, Rücksichtslosigkeiten und rüpelhaftes Verhalten hinzukommen. Drücken, Drängeln und Schubsen gehören oft zum Schüleralltag. Ältere Schülerinnen und Schüler sind hier manchmal schlechte Vorbilder und die „Bus-Minis“ haben oft Angst.

Von Anfang an lernen, wie es richtig geht

Damit die Schülerinnen und Schüler von Anfang an lernen, wie es richtig geht, schult die Polizei gemeinsam mit den Busfahrern der jeweils zuständigen Busunternehmen ab Montag, 8. November, alle Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen im Ostalbkreis. Und dort wo der Leidensdruck besonders groß ist, dürfen auch Grundschulkinder an der Busschule teilnehmen.

Dabei werden viele unterschiedliche Fragen geklärt: Wie steigt man richtig ein? Was ist gefährlich? Was sollte man niemals tun? Was bedeutet der tote Winkel beim Busfahren? Was sieht der Busfahrer und was nicht? Wo kommt man im Notfall raus? Was passiert, wenn der Bus stark bremst? Wie verhält man sich während der Fahrt?

Theorie und Praxis

Um den jungen Schülerinnen und Schülern richtiges Verhalten beim Busfahren zu zeigen, trainieren sie unter der Anleitung von Polizeibeamten und Busfahrern das richtige Verhalten beim Busfahren. Am Anfang steht hier der theoretische Teil. Mittels einer Bild-Präsentation und eindrücklichen Kurzfilmen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen werden, werden den Schülerinnen und Schülern deutlich die Gefahrensituationen aufgezeigt.

Beim praktischen Teil lernen die Schülerinnen und Schüler neben dem richtigen Einsteigen und Verhalten während der Busfahrt, dass auch herkömmliche Dinge wie Schultaschen und falsches Stehen während der Fahrt gefährlich werden können. Bei einem plötzlichen Bremsmanöver kann eine Tasche zum Beispiel stark beschleunigen und dabei andere Schülerinnen oder Schüler verletzen.

Die Polizei dankt den Partnern, die Busse und Fahrer kostenlos zur Verfügung stellen. Im Ostalbkreis sind dies die Verbünde OVA Aalen, RBS RegioBus Stuttgart/Aalen, Ok.go-AG (und Partnerunternehmen), Ostalb-Mobil (und Partnerunternehmen), StadtBus Gmünd (Firma Abt) und viele weitere einzelne Busunternehmen, wie etwa die Firmen Beck und Schubert, Rupp, Jakob, Weiß, Schuster, Schmid und FMO SHA. Zusätzlich wird die Präventionsmaßnahme auch vom Nahverkehrsamt des Landratsamts unterstützt.

Die Termine im Überblick.
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