Busfahrer in Heidenheim streiken am Dienstag

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Mit Beginn der Frühschicht sind die Beschäftigten der HVG zum Warnstreik aufgerufen.

Mit starken Einschränkungen im Nahverkehr muss im Stadtgebiet Heidenheim am kommenden Dienstag gerechnet werden.

Heidenheim. Die Fahrer der Heidenheimer Verkehrsgesellschaft (HVG) werden von der Gewerkschaft Verdi zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Wie es in einer Mitteilung der Gewerkschaft heißt, ist davon der gesamte Heidenheimer Stadtverkehr betroffen. Das Fahrpersonal werde sich nach Einschätzung des Verdi-Bezirks Ostwürttemberg-Ulm in hohem Umfang beteiligen.

Um 7.30 Uhr werde die Protestversammlung vor dem Betriebstor beginnen. „Die Fahrer und Fahrerinnen sind richtig sauer, dass der Arbeitgeberverband den Manteltarifvertrag verschlechtern will“, sagt Maria Winkler, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Ulm-Oberschwaben.

Hintergrund der Arbeitsniederlegung sind die Tarifverhandlungen im Land zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband Württembergisches Omnibusgewerbe (WBO). Arbeitgeber und Gewerkschaft konnten sich dabei nicht einigen.

Demnach fordert Verdi etwa, „dass die Rechtsprechung aus dem Jahr 2016 endlich in den Betrieben umgesetzt wird, nach der mehr als eine Stunde unbezahlter Pausenzeit innerhalb einer Schicht regelmäßig unzulässig ist.“

In den Manteltarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband von Baden-Württemberg WBO fand am Freitag, 11. Juni, die dritte Verhandlungsrunde statt. Verdi fordert unter anderem eine Pausenregelung nach dem Arbeitszeitgesetz, eine Vereinheitlichung der Sonntags- und Nachtzuschläge auf höherem Niveau sowie die Aufnahme von Verhandlungen für eine betriebliche Altersvorsorge. Die vierte Verhandlungsrunde findet am Samstag, 26. Juni, statt.

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