Capezzuto macht sich unbeliebt

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Der SPD-Mann kritisiert eine Initiative zum Kauf von Kameradrohnen, um Rehkitze zu retten.

Aalen. "Ich mache mich wieder mal unbeliebt", knirschte SPD-Kreisrat Mario Capezzuto (SPD) in der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz und Kreisentwicklung. Er war der Einzige, der kritisch hinterfragte, ob tatsächlich eine Kameradrohne mit Wärmebildkamera angeschafft werden solle, um Rehkitze zu retten, die ansonsten beim Mähen von Wiesen getötet werden. "Die Jäger sagen, es gebe sowieso schon zuviel Wild", so Capezzuto.

Erwin Schweizer (Grüne) widersprach ihm. Jungtiere hätten das Anrecht auf besonderen Schutz, betonte er. Schweizer schlug vor, Jägern für die Anschaffung von derartigen Geräten einen Zuschuss zu geben. Die würden dann jeweils vor dem Mähen die Wiesen befliegen, um Rehkitze aufzuspüren.

Insgesamt war die Stimmung im Ausschuss dafür, solche Kameradrohnen anzuschaffen. Pro Stück müsse man mit Kosten von mindestens 6000 Euro rechnen, eventuell auch 10 000, hieß es. "Details werden wir noch klären müssen", so Landrat Klaus Pavel. Aber als Signal an den Kreistag sei dies wichtig.

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