"Car-Friday": Kontrollen der Autoposer- und Tunerszene

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Auspuff Symbolbild

Im Ostalbkreis wurden 36 Fahrzeuge kontrolliert und drei Anzeigen verhängt. 

 Aalen. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, sind in den Sommermonaten in vielen Städten Baden-Württembergs Auto-Poser mit PS-starken PKW unterwegs. Die Polizei sieht das Phänomen kritisch und erklärt, dass neben den unnötig erzeugten Abgasen oder dem Lärm, den die Auto-Poser verursachen oft noch verkehrsgefährdendes Verhalten durch rücksichtsloses, unsinniges Beschleunigen hinzukommt. Mit der Novelle des Bußgeldkataloges wird ein derartiges Verhalten daher nun auch teuer. Posern drohen Bußgelder und sogar Punkte in der Verkehrssünderkartei, heißt es in der Pressemitteilung.

Schwerpunktkontrollen am "Car-Friday"

Am diesjährigen Karfreitag, in der Szene auch "Car-Friday" genannt, fanden daher bundesweit Schwerpunktkontrollen statt. Auch das Polizeipräsidium Aalen war im Rems-Murr-Kreis, im Ostalbkreis und im Landkreis Schwäbisch Hall im Einsatz, um mögliche Treffpunkte zu überprüfen und verstärkt Kontrollen durchzuführen. Beteiligt daran sind die Polizeireviere, sowie die Verkehrspolizeiinspektion Kirchberg, so die Polizeibeamten in der Mitteilung.

Polizeipräsidium Aalen: 126 Fahrzeuge kontrolliert

In der Pressemitteilung berichten die Beamten, dass am Kontrolltag seitens der Kräfte des Polizeipräsidiums Aalen insgesamt 126 Fahrzeuge und 184 Personen kontrolliert wurden. In 16 Fällen konnten Verstöße festgestellt werden, wobei sich mit 11 Fällen ein Großteil auf eine unzulässige technische Veränderung am Fahrzeug bezog. In vier Fällen kam unnötiges Hin- und Herfahren, in einem Fall eine unnötige Abgas- bzw. Lärmbelästigung und ein weiterer verkehrsrechtlicher Verstoß mit Posing- bzw. Tuningbezug zur Anzeige. Einem Verkehrsteilnehmer wurde die Weiterfahrt untersagt. Sein Fahrzeug wurde vorübergehend sichergestellt.

Drei Anzeigen im Ostalbkreis

Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden im Kontrollzeitraum insgesamt 18 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden keine Verstöße festgestellt. Im Ostalbkreis wurden 36 Fahrzeuge kontrolliert. In drei Fällen wurden dabei unzulässige technische Veränderungen an den Fahrzeugen angezeigt. Das Polizeirevier Schwäbisch Gmünd stellte hierbei ein Fahrzeug sicher. Im Rems-Murr-Kreis wurden insgesamt 60 Verkehrsteilnehmer einer Kontrolle unterzogen. Dabei kam es in sieben Fällen zu Beanstandungen hinsichtlich Veränderungen am Fahrzeug.

Bußgeld bei unnötigem Lärm

Unnötiger Lärm, der bei der Nutzung eines Fahrzeuges entsteht, wird mit 80 Euro Bußgeld geahndet, die Belästigung durch unnützes Hin- und Herfahren innerorts wird mit 100 Euro Bußgeld belegt. Die Nutzung von Autos, die so umgebaut wurden, dass die Betriebserlaubnis erloschen ist, wird mit 50 Euro Bußgeld geahndet. Sollte es hierdurch noch zu wesentlichen Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit oder der Umwelt kommen, werden laut aktuellem Bußgeldkatalog 90 Euro fällig. Im Falle der Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit bekommt der Fahrzeugführer zudem einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei, zählt die Polizei auf. 

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