Engpass für Erstimpfungen in den Impfzentren

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Kreisimpfzentrum Aalen.
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Zu wenig Impfstoff kommt derzeit bei den Impfzentren in Baden-Württemberg an. Das hat Auswirkungen auf die Terminvergabe. Im Ostalbkreis ist die Lage noch stabil.

Aalen. Ein Mangel an Corona-Impfstoff im Impfzentrum Ulm sorgt für Aufregung. Möglicherweise müssen dort bereits gebuchte Termine für Erstimpfungen wieder abgesagt werden. Das Sozialministerium betont, dass Zweittermine nicht gefährdet seien. Im Aalener Kreisimpfzentrum müssten dagegen keine Termine abgesagt werden, sagt Susanne Dietterle, Pressereferentin im Landratsamt. Dort gebe es täglich zwischen 655 und 870 Impftermine. Allerdings wären technisch im Kreisimpfzentrum des Ostalbkreises auch noch mehr Impfungen pro Tag möglich. Das sieht auch Gesundheitsminister Manne Lucha so. „Wir weisen die Bundesregierung seit zwei Wochen bei jeder Gelegenheit darauf hin, dass wir mehr Impfstoff in den Impfzentren verimpfen können“, sagt er. Allerdings fahren derzeit laut seiner Aussage alle Impfzentren „immer wieder mit reduzierter Kapazität“.

In seinem Sozialministerium ist man der Ansicht, dass der Bund zu wenig Impfstoff an die Impfzentren liefere. „Zuwächse bei den Impfstofflieferungen gehen derzeit lediglich an die niedergelassenen Praxen“, sagt Pressereferent Florian Mader. Allerdings haben die Impfzentren immer mehr Zweitimpftermine zu bedienen, und damit eine zunehmende Menge von wöchentlichen Terminen, die durchgeführt werden müssen. „Deshalb muss der Bund seiner Verpflichtung nachkommen und auch den Impfzentren mehr Impfstoff zur Verfügung stellen“, sagt Mader.

So steht es um die Corona-Impfungen in Baden-Württemberg

Mit Stand vom 4. Mai haben in Baden-Württemberg 7,8 Prozent der Bevölkerung bereits den vollen Impfschutz. Hinzu kommen 20,4 Prozent mit einer Erstimpfung. Das bedeutet, dass 28,2 Prozent der Baden-Württemberger mindestens einmal geimpft sind. Damit liegt Baden-Württemberg im Vergleich mit den anderen Bundesländern im Mittelfeld. Spitzenreiter bei den Zweitimpfungen ist Thüringen mit 11,8 Prozent - und gleichzeitig Schlusslicht bei den Erstimpfungen mit 14,8 Prozent. Die meisten Erstimpfungen hat Mecklenburg-Vorpommern mit 23,6 Prozent, das gleichzeitig Schlusslicht ist mit den wenigstens vollständig geimpften (7,1 Prozent).

Das ist die Corona-Situation im Ostalbkreis

Vor allem im östlichen Teil Baden-Württembergs steht es noch immer schlecht um die Infektionszahlen. Während beispielsweise der Main-Tauber-Kreis oder Heidelberg schon unter eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gerutscht sind liegt die Achse Hohenlohekreis, Schwäbisch Hall, Ostalbkreis, Heidenheim, Göppingen und die Region Ulm bei deutlich über 200. Heidenheim hat sogar mit 282 die höchste Inzidenz in ganz Baden-Württemberg. Im Ostalbkreis ist derzeit noch keine Entspannung der Infektionslage in Sicht - immerhin ist der Anstieg der Neuinfektionen leicht gebremst, bewegt sich aber seit einigen Tagen auf einem konstant hohen Niveau.

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