Corona - so viele Schülerinnen und Schüler sind infiziert

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Coronazahlen an den Schulen im Ostalbkreis September 2020 bis September 2021
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Die Corona-Zahlen an den Schulen im Ostalbkreis steigen im neuen Schuljahr. Wie viele Kinder und Jugendliche wurden im vergangenen Schuljahr positiv getestet?

Aalen. Zwei Wochen nach Start der Schule legt die Landkreisverwaltung Zahlen zum Infektionsgeschehen auf der Ostalb vor. In diesem Schuljahr wurden demnach bisher 125 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte an mehr als 80 Schulen positiv getestet. „Der größte Ausbruch war in diesem Schuljahr an einer Schule nach einem Schullandheim-Aufenthalt zu verzeichnen mit 28 Schülerinnen und Schülern. An zwei weiteren Schulen gab es Ausbrüche mit sechs und sieben Fällen“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Anna Rohr. Die Zahl der positiv getesteten Kinder und Jugendlichen habe sich im neuen Schuljahr erheblich erhöht, sagt sie. Mögliche Gründe dafür sind laut Kreisverwaltung eine Infektion im Urlaub oder engere Kontakte in den Ferien.

„Von März 2020 bis September 2020 wurden 92 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren positiv auf Corona getestet“, bilanziert die Gesundheitsamtsleiterin. 332 positive Schülerinnen und Schüler wurden dem Gesundheitsamt demnach zwischen September 2020 und August 2021 gemeldet. Zum Vergleich: 46 574 Kinder und Jugendliche besuchen laut Kreisverwaltung die Schulen im Ostalbkreis.

Wie ist die Lage bei den Lehrkräften? Drei bis 25 Coronafällen gab es monatlich zwischen September und Dezember 2020 laut Zahlen des Landkreises; im Juni und Juli 2021 etwa gab es keine infizierten Lehrkräfte. Im September demnach bisher vier. „Dass wenige Lehrkräfte positiv sind, dürfte daran liegen, dass eine Vielzahl der Lehrerinnen und Lehrer geimpft ist“, teilt Susanne Dietterle, Landkreissprecherin, mit.

„Seit Beginn der Pandemie mussten vier Kinder ins Krankenhaus, bei drei war der Verlauf leicht“, sagt Anna Rohr. Das vierte betroffene Kind hätte Vorerkrankungen gehabt. Bei Kindern verlaufe eine Coronainfektion meist mild, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse. Entdeckt werden müssten die Fälle trotzdem, denn Kinder können Virusüberträger sein.

Statistiken, an welcher Schule es wie viele Coronafälle gibt, werde die Kreisverwaltung künftig nicht mehr veröffentlichen. Am Ende eines Monats werden Statistiken zum Infektionsgeschehen an Schulen und an Kitas veröffentlicht. „Inzwischen haben sich die Abläufe vor Ort und die Zusammenarbeit mit unserem Gesundheitsamt eingespielt, die Information der Eltern im Falle von Coronafällen über die Einrichtungen funktioniert. Aus unserer Sicht es ist deshalb nicht mehr notwendig, jede einzelne Schule oder Kita namentlich zu benennen“, sagt Bläse.

Nachtrag: Ein Leser machte uns darauf aufmerksam, dass mehr Lehrkräfte infiziert sind, als vom Landratsamt mitgeteilt. Dies bestätigte Sprecherin Susanne Dietterle, die sich für den Fehler entschuldigte. Vier Lehrkräfte, darunter Lehrer aus Ellwangen, waren demnach im September infiziert.

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