Corona-Virus-Mutationen erstmals im Ostalbkreis nachgewiesen

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Symbolbild: pixabay

Sechs Personen sind betroffen - Kontaktpersonen müssen neuerdings für 14 Tage in Quarantäne, Infizierte für 10.

Aalen. Auf der Ostalb sind erstmal Corona-Virus-Mutationen nachgewiesen worden, das teilt das Landratsamt mit. Betroffen seien demnach sechs Personen. Bei drei Infizierten wurde die Virusvariante B.1.1.7 aus Großbritannien labortechnisch nachgewiesen. Bei den anderen Positivfällen sei die vollständige Sequenzierung des Virus-Genoms noch nicht abgeschlossen. In Frage kommen laut Kreisverwaltung auch die brasilianische (B.1.1.28) oder die südafrikanische Variante (B.1.351). Alle Infizierten sowie deren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Isolation. 

Quarantänezeit für Kontaktpersonen verlängert

Zur Begrenzung einer weiteren Verbreitung der Virusvarianten hat das Sozialministerium des Landes die Quarantänemaßnahmen angepasst. Für positiv getestete Personen gilt demnach zwar nach wie vor eine 10-tägige Absonderungspflicht. Deren Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen müssen jedoch neuerdings für 14 Tage in Quarantäne. Ebenfalls neu ist, dass auch Haushaltsangehörige von Kontaktpersonen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. Für den Personenkreis, für den die verlängerte Quarantänefrist gilt, müssen die Städte und Gemeinden nun wieder Quarantänebescheide erlassen.

In diesem Zusammenhang kommt den Kommunen eine erweiterte Rolle bei der Überwachung der Quarantäne zu. Landrat Dr. Joachim Bläse hat die Städte und Gemeinden bereits über die Neuerungen und zusätzlich darüber informiert, dass eine aktive Überwachung der Einhaltung der Quarantäne durch tägliche Kontaktaufnahme bei den Kontaktpersonen erfolgen muss. 

"Da die neuen Virus-Varianten nach bisherigen Erkenntnissen schneller übertragbar sind, wird es noch wichtiger, die geltenden Abstands- und Hygienevorschriften sowie die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen einzuhalten", macht Landrat Dr. Joachim Bläse deutlich. "Im Moment sind wir mit Unterstützung der Bundeswehr wieder in der Lage, die Kontaktpersonennachverfolgung tagesaktuell abzuarbeiten. Zudem zeichnet sich allmählich eine Abnahme der Neuinfektionen im Kreis ab. Bitte unterstützen Sie unsere gemeinsamen Bemühungen und meiden Sie Kontakte. Wir dürfen angesichts der neuen, noch ansteckenderen Varianten unsere bisherigen Erfolge nicht riskieren!"

Erst am Sonntag meldete der Nachbarlandkreis Schwäbisch Hall die ersten Fälle der Corona-Mutation im Kreis. Dort seien es acht familiäre Fälle und weitere Kontaktpersonen. Das berichtete die SWP.

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