Corona: weniger Gewinn für die GOA

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Sie liegen unter der Erde, die getrennten Abfälle werden oben in die Säulen eingeworfen und landen in unten im Boden eingelassenen Containern. Mit solchen Unterflurmüllbehältern wie denen in Schwäbisch Gmünd soll wilder Müll im Ostalbkreis vermieden werden.
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Henry Forsters letztes Jahr als Chef der Gesellschaft für Abfallbewirtschaftung im Ostalbkreis. Die GOA-Gebühren bleiben stabil.

Aalen

Das Jahr 2019 war für die GOA ein gutes Jahr. So bewertet Landrat Klaus Pavel die Arbeit der Gesellschaft im Ostalbkreis für Abfallbewirtschaftung, kurz GOA. Unterm Strich bleibt ein Gewinn von 2,564 Millionen Euro. Die GOA habe ihre Marktposition weiter festigen können – und auch die Bürgerinnen und Bürger hätten davon etwas: Nämlich im dritten Jahr hintereinander stabile Abfallgebühren, nachdem in den Jahren davor sogar gesenkt werden konnten.

Geld: Tatsächlich ist der Gewinn knapp eine Million niedriger ausgefallen als im Vorjahr, wie GOA-Geschäftsführer Henry Forster im Kreistag ausführte. Verantwortlich für das etwas schlechtere Ergebnis seien der Preisverfall beim Altpapier, die "massive Verteuerung der Verwertung von Bioabfall und Grünschnitt" sowie höhere Kosten bei der thermischen Verwertung. Ergebnis mindernd haben sich auch steigende IT-Kosten und höhere Reparaturkosten ausgewirkt. Investiert wurde in den Ausbau des Standortes Ellert mit neuem Sozialgebäude, neuen Lagerflächen und Verladestationen und Zerkleinerungsmaschinen sowie in die Beschaffung von modernen Fahrzeugen. Zudem wurde mit dem Bau des Wertstoffhofes Gügling begonnen. Auch ist die GOA in das Projekt "Saubere Ostalb" eingestiegen mit der Errichtung eines ersten Unterflurbehälterstandortes in Schwäbisch Gmünd als Pilotprojekt.

Ausblick: Für das Jahr 2020 sieht Forster konkrete Auswirkungen der Coronakrise. So mussten alle Wertstoffhöfe zeitweise geschlossen werden – und auch die Mengen an Gewerbeabfällen, Altpapier und anderen Stoffen sind zurückgegangen. Teile der Belegschaft wurden in Kurzarbeit geschickt. Zu den konkreten finanziellen Auswirkungen könne derzeit noch keine verlässliche Angabe gemacht werden. Jedoch geht Forster für 2020 "von einer leicht sinkenden Umsatz- und Gewinnentwicklung aus".

Ein Boxer nimmt einen harten Schwinger nicht persönlich.

Henry Forster scheidender GOA-Chef

Persönliches: Nach elf Jahren als Chef der GOA sagte Henry Forster im Kreistag Adieu. Der oberste Müllmanager des Landkreises verlässt die GOA zum 31. Oktober und übernimmt eine neue Aufgabe in Mecklenburg-Vorpommern. Der Abschied falle ihm schwer, sagte Forster. Er, "der Ossi, der Wirtschaftsflüchtling" habe viel gelernt auf der Ostalb. Die GOA sei ein systemrelevantes Unternehmen mit einem "unglaublich motivierten Team". An den Landrat gewandt sagte Forster, er habe von Klaus Pavel "viel gelernt, insbesondere das Gespür für Menschen und Situationen". Man habe sich im Kreistag auch gekabbelt. Aber ein guter Boxer nehme einen harten Schwinger nicht persönlich. Den Menschen auf der Ostalb wünschte Forster "immer eine gute Müllabfuhr". Ziel müsse es sein, die GOA noch breiter aufzustellen. Umweltschutz und Nachhaltigkeit sollten das Handeln beherrschen.

Saubere Ostalb Fast-Food-Becher im Straßengraben, Müllberge vor Glas-, Dosen- und Altkleidercontainern, Scherben und Kippen auf Spielplätzen oder Müll in der Landschaft: das nervt. Ziel der Initiative "Saubere Ostalb" ist es daher, die Ostalb sauberer und lebenswerter zu machen. Gemeinsam wollen GOA und die Städte und Gemeinden der Vermüllung des öffentlichen Raums den Kampf ansagen – und zwar mit verschiedenen, abgestimmten Initiativen.

Zum Auftakt wurden an Brücken, Wertstoffhöfen und exponierten Stellen Banner und Plakate aufgehängt. Zudem wurden und werden Broschüren für die Zielgruppen Erwachsene, Kinder und Jugendliche verteilt. Weitere Bausteine sind drei neu eingestellte Abfallkümmerer für die Raumschaften Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen – und das ehrenamtliche Engagement von zahlreichen Müllpaten. Auch die Einrichtung von mittelfristig 20 Unterflurcontainern für Glas und Metallverpackungen innerhalb der nächsten drei Jahre gehört dazu.

Sie liegen unter der Erde, die getrennten Abfälle werden oben in die Säulen eingeworfen und landen in unten im Boden eingelassenen Containern. Mit solchen Unterflurmüllbehältern wie denen in Schwäbisch Gmünd soll wilder Müll im Ostalbkreis vermieden werden.

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