Covid-Lage an Kliniken entspannt sich

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Landrat Dr. Joachim Bläse und Kliniken-Chef Dr. Ulrich Solzbach informieren über Bettenbelegung und Impffortschritt – Kreisparlamentarier diskutieren engagiert.

Aalen

Im Klinikausschuss blickten am Dienstagabend Landrat Dr. Joachim Bläse und Kreisrätinnen und Kreisräte auf die Corona- und die Impfsituation. Laut Bläse lag die Inzidenzzahl im Ostalbkreis am Montag erstmals wieder unter 50, nämlich bei 45 Fällen pro 100 000 Einwohnern. "Es flacht ab, aber es gibt natürlich keine 100-prozentige Garantie", meint Bläse. Wie sich die nun aufgehobene Ausgangssperre auswirke, sei offen. Mit Blick auf Tübingen, wo OB Boris Palmer nun an allen Schulen Schnelltests anbietet, meint Bläse: "Regionale Lösungen mögen verlockend erscheinen, aber einen Flickenteppich an Regeln will keiner."

Der Vorstandsvorsitzende der Ostalb-Kliniken, Professor Dr. Ulrich Solzbach, berichtete von einer "gewissen Erleichterung" an den Kliniken. Aktuell seien fünf Corona-Patienten auf den Intensivstationen. "Vor drei Wochen sah noch das ganz anders aus", so Solzbach. Auch die Lage auf Isolierstationen entspanne sich. Derzeit seien dort kreisweit insgesamt 44 Patientinnen und Patienten. Vor drei Wochen lag diese Zahl bei 90. "Wir hoffen, dass die dritte Welle uns nicht so hart trifft, denn ganz davonkommen werden wir nicht", sagt er.

In Sachen Alten- und Pflegeheime sieht der Landrat die Ostalb "gut aufgestellt". Inzwischen hätten mobile Teams aus Stuttgart die Impfungen in 36 der insgesamt 52 Einrichtungen erledigt. Bis "Mitte, Ende März" so, Bläse, soll die zweite Impfung in allen Pflegeheimen verabreicht sein. Danach will der Landrat das Thema Impfen dezentral angehen. Er kündigte hierzu Koordinierungsgespräche mit den Bürgermeistern an. Es gehe darum, zu definieren, welche Vorgaben zu beachten seien und wie man alles organisieren wolle. "Aber das hängt natürlich alles davon ab, wie viel Impfstoff wir erhalten", schränkt Bläse ein.

Wegen fehlenden Impfstoffes müsse er sich manches anhören, vieles auch unter der Gürtellinie, bekannte Bläse. Die Politik habe nicht klar kommuniziert, dass es dauern wird, bis jeder geimpft ist. Von Staatsversagen zu sprechen, sei aber nicht angebracht, und treibe Bürger nur denen in die Hände, die die Demokratie abschaffen wollen, warnte er.

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