Dampfnudel-Tag: Programm für die ganze Familie

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Aufatmen in der Kochrunde, die Dampfnudeln sind schon beim ersten Versuch gelungen: außen auf der salzigen "Liegefläche" schön goldgelb-knusprig, ansonsten fluffig.
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Mit Omas altbewährtem Rezept und einigen Tipps aus der Praxis kann das leckere Essen gelingen – mit wunderbaren winterlichen Beilagen.

Schwäbisch Gmünd

In diesen Zeiten sind manche Fragen besonders wichtig, zum Beispiel: Wie können wir uns einen langen, eher trüben Wintertag versüßen – noch dazu, wenn irgendwann der Magen knurrt? Eine schwäbische und somit nützliche Variante: Wir wagen uns das erste Mal an das altbewährte Rezept von Omas Dampfnudeln heran. Die Folge: ein unterhaltsames und zugleich lehrreiches sowie den Magen füllendes Programm für die ganze Familie.

Wie war das noch mal? Hat Oma die Dampfnudeln eigentlich immer in Milch gegart? Oder in Wasser? Wer es nicht mehr weiß oder der Köchin nie über die Schulter geschaut hat, findet in Omas Koch- und Backbuch die richtige Lösung: unbedingt in Wasser! Zuerst kommen aber Butterschmalz oder Schmalz und etwas Salz in den Topf. Damit soll schließlich das i-Tüpfelchen der Dampfnudeln entstehen: die leckere Kruste.

Was ist außerdem wohl wichtig, damit die Dampfnudeln gelingen? Omas Aufschriebe helfen weiter:

  • 1. Der Hefeteig muss in Ruhe und im Warmen entstehen.
  • 2. Der Topf für die Dampfnudeln muss höher sein als die Dampfnudeln, die darin noch aufgehen wollen. Zum Topfrand hin sollte allerdings nicht zu viel Spielraum sein.
  • 3. Der Topf sollte einen Glasdeckel haben, damit die Köche dem Entstehen der Dampfnudeln zuschauen können.
  • 4. Je weiter die Dampfnudeln gegart sind, desto wichtiger ist es, das Geschehen im Topf zu verfolgen.

Die Spannung steigt, denn bald geht es um das Wichtigste während der Entstehungsgeschichte der Dampfnudeln.

  • 5. Wenn das Wasser im Topf offensichtlich verkocht ist, gilt es, gut zu hören und zu riechen: Wann brutzeln die Dampfnudeln im Schmalz weiter? Wann dringt ein herrlicher Duft von gebackenem Hefeteig aus dem Topf? Wann sind die Liegeflächen der Dampfnudeln braun genug, aber noch nicht zu dunkel, damit wir anschließend die knusprig-salzige "Scharre" genießen können? Denn diese angebackene Kruste soll ja das Beste an den Dampfnudeln sein.

Kleiner Tipp: Die Runde der Köchinnen und Köche sollte diese Grundsatzfrage nicht zu sehr in die Länge ziehen. Es ist besser, die Dampfnudeln das erste Mal eher kürzer als länger brutzeln zu lassen. Denn Nachbrutzeln ist möglich, aber verkohlte Hefenudeln schmecken nicht mehr.

Das Begleitprogramm

Damit die ganze Familie auch am Esstisch auf ihre Kosten kommt, gibt's nun wahlweise zu den Dampfnudeln süße Vanillesoße oder eher herbe Sulzäpfel – Letztere mit Glühmost oder mit Apfelsaft gemacht. Wer Alkoholisches trinken mag und darf, kann sich nach getaner Arbeit zusätzlich etwas Glühmost im Getränkebecher gönnen.

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Eine Dampfnudel mit knusprig-salziger Kruste und als Beilage einige Sulzäpfel.
Die Dampfnudeln sind fertig gegart und gebrutzelt. Das sieht und riecht die Kochrunde.

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