Das RS-Virus verbreitet sich auch auf der Ostalb

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Die Intensivstationen in den Kliniken Ostalb.
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Die Kinder- und Jugendklinikstationen in Aalen und Mutlangen sind voll belegt.

Aalen/Mutlangen. Nicht nur das Corona-Virus hält Kliniken derzeit in Schach. Auch das sogenannte RS-Virus breitet sich in diesem Herbst schneller aus als sonst, vor allem bei Säuglingen, insbesondere Frühgeborenen und Kleinkindern. Jedoch handelt es sich hierbei um keinen neuen Virusstrang. Das Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweiter Erreger, der einer Influenza ähnelt und im schlimmsten Fall sogar zu einer schweren Atemwegsinfektion führen kann.

In den vergangenen Tagen haben Medienberichten zufolge Kinderkliniken in ganz Deutschland einen sprunghaften Anstieg der Infektionen und Überfüllungen der Kinderkliniken gemeldet. Ende Oktober konnten in Rostock kranke Kinder stundenlang nicht in der Uni-Klinik aufgenommen werden und mussten in andere Kliniken verlegt werden, wie die „Ostseezeitung“ berichtete.

Lage an den Kliniken im Ostalbkreis

Doch wie sieht die Lage auf der Ostalb aus? Auch bei uns sind die Kinder- und Jugendklinikstationen in Aalen und Mutlangen derzeit zu 100 Prozent belegt. Das teilt der Sprecher der Ostalb Kliniken, Ralf Mergenthaler auf Nachfrage mit. Im Aalener Ostalb-Klinikum sind es an diesem Montag,15. November, zwölf Patientinnen und Patienten, die mit dem RS-Virus behandelt werden. In der Kinder und Jugendklinik des Mutlanger Stauferklinikums sind es derzeit 15.

RSV-Saison zwischen November und April

In Mitteleuropa herrscht zwischen den Monaten November und April die RSV-Saison. „Der Gipfel der RSV-Saison erstreckt sich über etwa vier bis acht Wochen und liegt meist im Januar und Februar, seltener auch im November und Dezember“, so das RKI weiter.

Im vergangenen Jahr konnten sowohl die Grippe als auch das RS-Virus in Schach gehalten werden. Denn die Corona-Maßnahmen und den AHA-Regeln führten dazu, dass sich die Krankheitserreger nicht verbreiten konnten.

Nach aktuellen Schätzungen kommen RSV-Atemwegserkrankungen jedoch weltweit mit einer Inzidenz von 48,5 Fällen und 5,6 schweren Fällen pro 1000 Kindern im ersten Lebensjahr vor, schreibt das Robert Koch-Institut über das RS-Virus.

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