Das wächst auf den Wiesen im Ostalbkreis

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Studierende der Fachschule für Landwirtschaft wollen auf Artenvielfalt aufmerksam machen.

Aalen. Sind unsere Wiesen und Weiden im Ostalbkreis artenarm? Was wächst hier? Welchen Einfluss hat die Flächenbewirtschaftung auf die Anzahl und Zusammensetzung der vorkommenden Pflanzenarten? Diesen Fragen gingen die Studierenden der Fachschule für Landwirtschaft der Akademie Landbau und Hauswirtschaft Kupferzell am Schulstandort Aalen im Rahmen einer Projektarbeit nach. Dies teilte das Landratsamt in einem Schreiben mit.

Die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH habe mit dem Projekt „Gesamtbetriebliche Biodiversitätsberatung – Kommunikation und Bildung“ in Kooperation mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL) sowie dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) einen Wettbewerb für die Studierenden der Landwirtschaftlichen Fachschulen und Hochschulen Baden-Württembergs ausgelobt, bei dem die Studierenden sich mit dem Thema Biodiversität und Landwirtschaft auseinandersetzen sollen.

Das machen die angehenden Landwirtschaftsmeister: Die angehenden Landwirtschaftsmeister aus Aalen entschieden sich demnach für ein Projekt im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Unter der Fragestellung „Was blüht auf unserem Grünland?“ wollen die Studierenden laut Schreiben ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger über die Artenvielfalt auf ihren Wiesen informieren. Hierzu hätten die Studierenden Wiesen ausgewählt, die entlang von Rad- und Fußwegen verlaufen. In Kleingruppen hätten sie unter Anleitung von Katrin Kienzle vom Geschäftsbereich Landwirtschaft bestimmt, welche Pflanzenarten auf ihren Wiesen wachsen.

Das haben die Studierenden gefunden: Je nach Standort hätten die Studierenden 30 bis 50 verschiedene Arten gefunden – von Spitzwegerich, Tag-Lichtnelke, Rot- und Hornklee über den Wiesenschwingel oder die Wiesenrispe. Der klassische Rasen im Hausgarten habe häufig nur zehn verschiedene Pflanzenarten, die in der Regel auch nicht zum Blühen kommen, so das Schreiben weiter. „Wir mähen unsere Wiesen drei- bis viermal im Jahr. Selbst bei dieser Nutzung haben die Gräser, Kräuter und Leguminosen ausreichend Zeit zu blühen. Auch normales Wirtschaftsgrünland kann eine hohe Biodiversität haben“, stellten die Studierenden fest.

Ziel des Projekts: Durch das Projekt hätten die Studierenden ein Gespür für die Vielfalt der Bestände entwickelt. Da für die Milchviehfütterung hohe Energie- und Eiweißgehalte notwendig seien, müsse das Gras rechtzeitig mehrere Male geschnitten werden. Das Projekt habe gezeigt, dass es auch in diesen Fällen möglich ist, auf die Artenvielfalt zu achten.

Hier sind die Schilder aufgestellt: Die Infotafeln, die die Studierenden gestaltet haben, stehen laut Mitteilung auf den Gemarkungen Spraitbach und Lauchheim, im Landkreis Heidenheim auf der Gemarkung Giengen und im Landkreis Göppingen auf der Gemarkung Schlat.

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