Daumen hoch für das Kochbox-Menü

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Am Ende sind sich Silke, Claudia, Bernd und Jürgen einig: Daumen hoch für das Ostermenü mit vier Gängen.
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Zwei Paare haben das Ostermenü aus der Kochbox getestet – und sie haben ein gutes Bauchgefühl auf allen Ebenen bei einer kleinen Improvisation. Ein Selbstversuch

Aalen

Am Ende sind sich alle vier Testenden einig: Daumen hoch für dieses Ostermenü, das SchwäPo und Gmünder Tagespost zusammen mit Aalen Online und Küchenchef Florian Schäfauer angeboten haben. Die Idee: Zutaten und Zubereitetes für ein Vier-Gänge-Ostermenü werden in einer Box nach Hause geliefert, sodass das Menü leicht gekocht werden kann.

Zurück auf Los. Jürgen Steck, Redaktionsleiter der SchwäPo, kocht gern – und hat gesagt: Das mit der Kochbox, das testen wir. Wir, das sind in diesem Fall zwei Paare, Silke und Jürgen, Claudia und Bernd. Gegen Mittag bringt Roland, Fahrer von Aalen Online, zwei der Kochboxen zu Jürgen und Silke nach Heubach. Am Tag davor waren diese von Philipp Leugner und dessen Aalen-Online-Team gefüllt und über Nacht gekühlt worden. Damit beim Transport alles gut geht, sind die Lebensmittel in speziellen, isolierten Kartons eingepackt. Jürgen verstaut gleich im Kühlschrank, was kühl bleiben muss, das Marktgemüse kommt in den Keller.

Die beiden Paare haben verabredet, dass sie gemeinsam kochen. Um 17 Uhr geht es los. Klasse ist die Schritt-für-Schritt-Anleitung von Florian Schäfauer. Der Spitzenkoch hat das Menü zusammengestellt, das die Vier gemeinsam zubereiten wollen:

Die Karotten-Ingwersuppe mit Birne und Brezn-Croutons,

den Salat mit Chili-Dressing, Urkarotten und Grana-Padano-Spänen,

das Roastbeef mit Bergkäse-Nusskruste, Steinchampignon-Rahmsoße, Marktgemüse und Schupfnudeln

und die Panna Cotta mit Brombeer-Guavensoße.

Silke wäscht den Salat, Jürgen kümmert sich um die Karotten für die Suppe und Bernd reibt den Bergkäse für die Nusskruste, während Claudia mit dem Sparschäler feine Raspeln vom Grana Padano abzieht, die später dem Salat die besondere Note verleihen. Schon zuvor haben sie die Kartoffeln für die Schupfnudeln in den Backofen gelegt, von denen nachher noch die Rede sein wird.

Zunächst ist die Struktur der Anleitung für die Hobbyköche etwas ungewohnt, die bislang meist nach dem Motto "Eins nach dem anderen" schaffen. Aber dass die Schritt-für-Schritt-Anleitung sinnvoll ist, das wird im Verlauf des Abends klar. Denn die Vier haben sich ja vorgenommen, den vorgegebenen Zeitrahmen einzuhalten. 90 Minuten hat Florian Schäfauer kalkuliert. Könnte klappen, denkt sich Jürgen. Und macht sich ans Roastbeef. Ein wirkliches schönes Stück – wie alles aus der Box, stammt auch das Fleisch aus der Region. Jürgen gibt Salz und Pfeffer auf das Rind und brät es von jeder Seite die empfohlenen drei Minuten. Claudia kümmert sich um die Nusskruste, die in der Kochbox mitgeliefert wird, die sie mit dem geriebenen Bergkäse vermischt hat und die jetzt aufs Fleisch kommt, das in einer Auflaufform liegt und nachher noch kurz in den Backofen muss. Silke brät die Steinchampignon-Viertel in der Pfanne, in der zuvor das Fleisch briet und fügt die mitgelieferte, in verschraubbare Gläser abgefüllte Rahmsoße hinzu.

Das ist das Schöne an diesem Menü: Gewürze, Dressing oder die überaus leckere Rahmsoße: Dies alles hat Florian Schäfauer schon vorbereitet. Das macht die Sache doch entscheidend entspannter. Apropos Spannung: Die kommt auf, als Silke die Kartoffeln aus dem Backofen holt. Und die irgendwie nicht so sind, wie das hätte sein sollen. Bernd versucht, sie durch die Spätzlespresse zu quetschen, um daraus den Teig zu kneten für die Schupfnudeln. Aber die Kartoffeln sind dermaßen – wie der Schwabe sagt – "furztrocken". Es folgt eine kurze Beratung – und die Entscheidung, dass wir die Kartoffeln zur Seite stellen und stattdessen Tagliatelle machen. Zudem denken Silke und Jürgen darüber nach, ob für den 16 Jahre alten Backofen eine Ersatzbeschaffung sinnvoll sein könnte.

Eine kleine Variante haben die zwei Paare zudem eingebaut: Das Marktgemüse – grüner Spargel, Paprika, Karotten und etwas Petersilienwurzel – schmoren sie, statt es, wie vorgeschlagen, in Salzwasser zu kochen.

Und dann geht es zu Tisch. Die Suppe mit der – wegen des Ingwers und der Kokosmilch – leicht exotischen Note: ein Gedicht. Der Salat mit dem mitgelieferten Chili-Dressing: elegant! Und schließlich das Roastbeef, wie von Florian Schäfauer empfohlen, etwa fünf Minuten im Backofen gegart: auf den Punkt. Das Sößle ist sensationell und der Grauburgunder dazu auch. Und erst die Tagliatelle – aber lassen wir das.

Nach einem Päuschen, in dem Jürgen normalerweise nervös durch die Küche sprinten würde, um einen Nachtisch zuzubereiten, holt Silke stattdessen lässig vier Gläschen Panna Cotta aus dem Kühlschrank. Ein süßer Höhepunkt am Ende eines wunderbaren Ostermenüs. Fazit der Testesser: sehr lecker, sehr entspannt und schön auch zum gemeinsamen Zubereiten. Für "Nie-Kocher" vielleicht schwierig. Aber ansonsten gut beherrschbar. Dass fast alles aus der Region stammt, macht das Ganze noch besser – ein gutes Bauchgefühl auf allen Ebenen. "Das machen wir mal wieder", sagt Bernd – und bei allen Vieren geht der Daumen hoch!

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