Dem Grüffelo persönlich Hallo sagen

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Mit dem Entdeckerpass des Landratsamts Ostalbkreis unterwegs: Diesmal zum Märchenwald und Waldentdeckerpfad nach Gschwend.

Gschwend

Vom schaurigen Mittelalter in die Märchenwelt. Unser erstes Reportage-Ziel aus dem Entdeckerpass-Ziel war das Hexenmahnmal in Ellwangen, diesmal haben wir den Märchenwald und Waldentdeckerpfad in Gschwend angesteuert. „Hier waren wir noch nie“, sagt Ulrike Feile, die mit ihrer Familie aus Ellwangen hergekommen ist. Vom Entdeckerpass habe sie in der SchwäPo gelesen, erzählt sie. Inzwischen hat sie den weinroten Pass in der Tasche, samt 15 von 25 möglichen Stempeln: Noch nicht Halbzeit in den großen Ferien, aber schon mehr als die Hälfte gesammelt. „Wir sind froh um die neuen Anregungen“, sagt Feile. Zuvor waren sie und ihre kleine Gruppe beim Natur-Irrgarten und Götzenbachstausee in Göggingen. Josef und Resi Röhrle aus Bargau sind nicht gerade die Zielgruppe von Grüffelo-Geschichten und dem Märchen von Rotkäppchen: Die beiden Rentner aus Bargau wollen schauen, ob das hier ein Ziel ist, das sie mit den Enkeln mal ansteuern können. Den Entdeckerpass hat Josef Röhrle aber jetzt schon in der Tasche. Die Röhrles sind sportlich unterwegs, sie sind mit dem Rad gekommen. „Wir fahren jedes Wochenende zwischen 50 und 70 Kilometer“, erzählt Resi Röhrle. Die Tourenplanung für diesen Sommer ist schon gschwätzt: zu den Zielen, wo es die Stempel für den Entdeckerpass gibt. Josef Röhrle sieht das sportlich: „Wenn, dann machen wir alle.“

Den Märchenwald und Waldentdeckerpfad in Gschwend gibt es seit 2006, sie sind als großes Kooperationsprojekt entstanden: Kinder aus den örtlichen Kindergärten und Schulen haben mit angepackt, eine Forstwirtin und eine Märchenerzählerin waren als Beraterinnen dabei, Waldarbeiter und Azubis von der forstlichen Außenstelle in Gschwend halfen den Kindern. Das Herzstück stellt dabei der Märchenwald mit verschiedenen Stationen rund um die Märchen "Dornröschen", "Hänsel und Gretel" sowie "Rotkäppchen" dar. Beeindruckend, plötzlich einem fast menschengroßen Holz-Grüffelo gegenüberzustehen. Es könnte eine gute Idee sein, wenn Eltern oder Großeltern ein Märchenbuch im Gepäck haben und im Wald anfangen zu erzählen, eine technische Lösung ist aber auch im Angebot: Mittels QR-Code kann man sich die Märchen aufs Handy holen und vorlesen lassen. Insgesamt zehn Stationen gibt es auf dem Waldrundweg, die Geschichte des Weihnachtsbaus wird erzählt oder wie die Flößer früher die Baumstämme aus dem Wald geschafft haben.

Eine Portion mittelalterlichen Gruseln, diesmal ohne Hexen, gibt es in Gschwend auch: An der Station drei steht ein Kreuzstein, „ein Denkmal mittelalterlichen Rechts“. Nach einer Sage soll es mit einem Totschlag wegen eines Laibs Brots zusammenhängen. Sühnekreuze dienten, das kann man in Gschwend dazulernen, der Wiedergutmachung im Rahmen eines Sühnevertrags. Schnell weiter, die vollkommen ungruselige Waldkugelbahn ist nicht mehr weit.

Anfahrt und Parken: Abzweig am Ortsausgang von Gschwend von der Straße nach Rotenhar und Frickenhofen: einfach der Beschilderung „Badsee“ folgen. Dort kann man auf dem großen, teilweise schattigen Parkplatz beim See parken. Dem Schild „Märchenwald“ folgen, zu Fuß geht es ein paar hundert Meter zum Waldrand.

Dauer: Für die kleine Rundwanderung durch Märchenwald und Waldentdeckerpfad sollte man eine bis eineinhalb Stunden einplanen. Man kann aber auch, zumal mit kleineren Kindern, nur den Märchenwald besuchen.

Verpflegung: ...gibt es keine am Waldrand, dafür biete sich der Kiosk am Gschwender Badsee an.

Extra-Tipp: Kugeln für die Kugelbahn nicht vergessen.

Fazit: Der Märchenwald ist für Kinder hübsch gemacht, der Rundweg durch den Wald ist kein Muss, die Stationen teilweise etwas in die Jahre gekommen. Für eine Portion Bewegung in frischer Waldluft aber wunderbar, nie anstrengend steil und meist schattig. Und eine Abkürzung gibt es auch.

  • So funktioniert's mit dem Entdeckerpass
  • Die Stempel für den Entdeckerpass liegen an jedem der 25 Orte jeweils in einem witterungsbeständigen, roten Stempelkasten bereit. Ziel ist es, mindestens 20 Stempel unterschiedlicher Stellen zu sammeln. Wer in seinem Heft mindestens 20 verschiedene Stempel gesammelt hat, kann seinen „Entdeckerpass“ bis spätestens 17. September an das Landratsamt Ostalbkreis, Stabsstelle Tourismus, Gartenstraße 97, 73430 Aalen, einsenden. Unter den Einsendern werden 50 Preise verlost, der Hauptpreis ist eine Ballonfahrt mit dem SchwäPo/Tagespost-Heißluftballon.
    Das Päckle: Alle Informationen auch auf www.deine-ostalb.de/Entdeckerpass. Das „Entdecker-Päckle“ ist im Landratsamt Ostalb, in allen Tourist-Informationen sowie Rathäusern der Städte und Gemeinden im Ostalbkreis erhältlich. Unter tourismus@ostalbkreis.de oder Telefon (07361) 503-1793 kann das „Entdecker-Päckle“ kostenlos angefordert werden.
Auch eifrige Entdecker brauchen mal eine Pause – so wie Jonas, Florian und Simon (vorne v. l.), mit Lea und Simons und Jonas' Papa Matthias.
Anreise mit dem Rad, um für den nächsten Enkelausflug zu recherchieren: Josef und Resi Röhrle aus Bargau.
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