Den Klimaschutz in Ostwürttemberg fördern

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Der Regionalverband formuliert Ziele zur Wohnpolitik, Flächennutzung, Umwelt und Verkehr.

Schwäbisch Gmünd. Der Regionalverband Ostwürttemberg hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem „Regionalplan 2035“ befasst. Verbandsdirektor Thomas Eble erklärte, mit Regionalplan und regionalen Entwicklungsprojekten könne die Region auf die zunehmende Geschwindigkeit gesellschaftlicher Veränderungsprozesse reagieren.

Die Wirtschaft müsse mit ressourcenschonendem Wachstum verbunden werden. Die Zukunft der Automobilindustrie und des Produktionsstandortes Ostwürttemberg und die weitere hohe Wohnungsnachfrage erforderten regionale Gestaltung. Dabei müsse insbesondere auf demografische Strukturveränderungen, den Klimawandel und die Energiewende eingegangen werden.

Zur Siedlungsentwicklung sieht der neue Regionalplan Flächenpotenziale von 1433 ha für die Wohnbau- und Gewerbeentwicklung vor, die planerisch erfasst und mit den Kommunen im Hinblick auf ihre Entwicklungspotenziale untersucht wurden.

Ein wesentliches Kapitel des neuen Regionalplans betrifft die regionale Freiraumstruktur. Die Festlegungen des Freiraumkonzeptes haben zum Ziel, große zusammenhängende Freiräume für naturschonende und nachhaltige Nutzungen und für die Erholung zu sichern. Dafür müssen diese Flächen von Besiedelung und anderen funktionswidrigen Nutzungen freigehalten werden. Damit wird auch dem Klimawandel entgegengewirkt, Klimaschutz verstärkt ermöglicht und die Folgen des Klimawandels sollen vermindert werden.

Maßnahmen der Verkehrsinfrastruktur: Wesentliche Festlegungen betreffen im Schienenverkehr den Halbstundentakt im Nahverkehr, die Durchbindung der Remsbahn zum Flughafen Stuttgart, die Ergänzung der Bahnlinien durch ein regionales Stadtbahn-System, die Sicherung der Trassen für zweigleisige Ausbaumaßnahmen sowie die Elektrifizierung der Brenzbahn.

Zur bedarfsgerechten Erschließung aller Kommunen müssen auch im öffentlichen Nahverkehr optimale Taktverkehre mit flexiblen und innovativen Bedienformen sowie eine bessere Abstimmung zwischen den Verkehren und die Verbesserung der Schnittstellen zu Mobilitätsstationen entwickelt werden. Im Güterverkehr geht es um eine weitgehende Verlagerung von Massen- und Schwerguttransporten von der Straße auf die Schiene und in diesem Zusammenhang um die Einrichtung von Güterverkehrsterminals in der Region.

Im Regionalplan sind Ziele wie die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur formuliert. Damit sollen schnelle und durchgängige Radverbindungen für den Rad- und Fußverkehr als Verkehrssysteme entstehen.

Im Bereich der Energieversorgung werden die bereits im Regionalplan festgelegten Vorranggebiete für die Nutzung der Windenergie im neuen Regionalplan um Vorbehaltsgebiete für Freiflächenphotovoltaikanlagen ergänzt. Auf diesen Flächen können in den kommenden Jahren Anlagen zur Nutzung der Solarenergie im Freiraum entstehen.

Der Regionalverband arbeitet in vielen Netzwerken mit wie etwa der Europäischen Metropolregion Stuttgart, die Arbeitsgruppen hat zur Transformation, zu den Wasserstoffökosystemen, zur künstlichen Intelligenz und zu den Wirtschaftsverkehren.

In der regionalen Transformationsstrategie Ostwürttembergs arbeitet der Regionalverband mit IHK, WiRO, Landkreisen und großen Kreisstädten eng zusammen.

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