Der Corona-Überblick für den Ostalbkreis: Impfungen derzeit auf Tiefpunkt

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Die Intensivstationen im Ostalbkreis waren im April dieses Jahr mit den meisten Corona-Patienten belegt.
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Die Impfquoten im Ostalbkreis und den Nachbarkreisen im Vergleich. Außerdem: Wie entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz?

Aalen

Die Coronaimpfungen scheinen sich im Ostalbkreis auf einem stabilen, niedrigen Niveau eingependelt zu haben. Das zeigen die Zahlen. Aktuell meldet das Sozialministerium für den Ostalbkreis mit Datenstand 3. Oktober 60,8 Prozent vollständig geimpfte Menschen – das entspricht dem Landesschnitt. Die Erstimpfungen liegen mit 64 Prozent knapp darüber. Damit steht der Ostalbkreis in der Region tatsächlich am besten da.

In Heidenheim bleibt die Impfquote niedrig

Gleich der Nachbarlandkreis Heidenheim hat weiterhin nach Pforzheim die zweitschlechteste Impfquote in Baden-Württemberg. Interessant: Der Landkreis Pforzheim ist mit 52,6 Prozent vollständig Geimpften Schlusslicht im Land und liegt gleichzeitig mit einer Inzidenz von 200 (Stand: Freitag) an der Spitze in Baden-Württemberg. In Heidenheim haben sich 55,6 Prozent bis jetzt voll immunisieren lassen. Im Kreis Schwäbisch Hall sind es mit 56,7 Prozent unwesentlich mehr. Auch der Rems-Murr-Kreis hat es noch nicht über die 60 Prozent geschafft und liegt aktuell bei 59,2 Prozent noch gut eineinhalb Prozent unter dem Landesschnitt.

Impfquote im Ostalbkreis steigt nur noch langsam

Wie geht es nun weiter, nachdem die Impfzentren vergangene Woche ihren Betrieb eingestellt haben? Die Zahl der neuen vollständig Immunisierten im Ostalbkreis liegt seit etwa drei Wochen auf einem Tiefpunkt und stieg wöchentlich nur noch um etwa ein Prozent. So wenig wie seit drei Monaten nicht mehr. Der Landkreis möchte weiterhin Ungeimpfte von den Vorteilen einer Impfung überzeugen, sagt Landrat Dr. Joachim Bläse. „Dazu stehen wir im Kontakt mit den Mobilen Impfteams im Schwäbisch Haller Diak, die seit Schließung der Impfzentren für die Kreise Schwäbisch Hall, Main-Tauber und uns zuständig sind“, sagt er.

Mehr zum Thema: Prof. Ulrich Solzbach zu Corona-, Grippeschutz und der Aussicht auf ein Medikament gegen Covid-19.

Sieben-Tage-Inzidenz stabil

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Ostalbkreis verzeichnet seit September eine Seitwärtsbewegung und pendelt stabil zwischen 60 und 70. Die Intensivstationen sind seit einigen Wochen konstant mit einigen Patienten belegt. Allerdings: Der Anteil der Ältesten auf den Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19, also der über 80-Jährigen, steigt seit September wieder an und liegt aktuell bei zwölf Prozent. In der dritten Welle Anfang Mai sank dagegen ihr Anteil auf unter sechs Prozent. Möglicherweise lässt in dieser Gruppe die Impfwirkung schon nach.

Bläse zeigt sich dennoch mit Blick auf die Kliniken „verhalten optimistisch“. Es seien jedoch „weitgehend Ungeimpfte“, die schwere Verläufe erlitten.

An den Schulen gebe es viele Einzelfälle, aber nur wenige Ausbrüche. Der Schulbetrieb in Präsenz, so Bläse, könne fast überall weiterlaufen. Sein Fazit: „Insgesamt ist das Infektionsgeschehen im Ostalbkreis derzeit relativ stabil.“

Corona-Überblick: So steht der Ostalbkreis da

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