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Der geheime Garten

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Läuft im Kinopark Aalen und Traumpalast Gmünd.

Gruselig, düster und muffig trifft auf bunt, unbeschwert und mystisch. Das ist der Filmstoff den Regisseur Marc Munden mit seinem Film "Der geheime Garten" aus dem Kinderbuchklassiker der Britin Frances Hodgson Burnett gewebt hat.

Gruselig, düster und muffig trifft auf bunt, unbeschwert und mystisch. Das ist der Filmstoff den Regisseur Marc Munden mit seinem Film "Der geheime Garten" aus dem Kinderbuchklassiker der Britin Frances Hodgson Burnett gewebt hat. Munden schafft ein paar starke Bilder voller Magie – verzeihbar ist da der etwas aneinandergetackerte Plot.

Um das geht es: Als die Eltern der in Indien aufwachsenden Mary nacheinander sterben, wird die Waise zu ihrem Onkel (Colin Firth) nach England verfrachtet. Der lebt in einem enorm großen und enorm düsteren Gutshaus. Auch der Frust des Onkels ist enorm – nachdem er seine Frau verloren hat, schützt er seinen Sohn, in dem er ihn angeblich todkrank und buckelig wie er selbst ins Bett gefesselt hat. Mary, genauso arrogant wie phantasievoll und naseweis, bekommt dies alles nach und nach heraus. Und sie entdeckt einen geheimen Garten, der sie wieder in Verbindung mit ihrer Mutter bringt. Der aber auch heilsame Kräfte zu haben scheint. Dann aber brennt das Gutshaus.

Die Stars: Colin Firth spielt den verbitterten Onkel überzeugend mehrdimensional in seiner Trauer. Julie Walters als fiese Hausdame hätte dagegen gerne ein wenig mehr klotzen können. Klasse agieren die Kinder - allen voran Dixie Egerickx, der man sowohl ihre hochwohlgeborene Hochnäsigkeit als auch ihre Wildheit abnimmt. Was ja eine eher seltene Kombination ist.

Überraschungen: Der Garten besticht durch ein paar nette Tricks wie helfende Äste – überraschend, dass die Macher mit den Pflanzen nicht noch ein wenig mehr Digitalzauber getrieben haben. Stark irritierend ist die Szene mit dem angedrohten Auspeitschen des schwarzen Jungen. Was soll das denn?

Fazit: Ein Familienfilm, bei dem verzeihbar ist, dass die Szenen und Dialoge etwas lieblos aneinandergereiht erscheinen. Es geht um Freundschaft, um die mal vernichtende, mal heilende Kraft der Gedanken, und darum, dass man sich auch selbst verzeihen muss. Um gar nicht so wenig also. Dagmar Oltersdorf

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