Der höchste Turm der Ostalb steht in Heubach

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Teil 6/6: Der Fernsehturm auf dem Glasenberg misst 142 Meter.Tolle Aussichten.

Heubach

Er ist 142 Meter hoch: der Heubacher Fernsehturm. Und damit der höchste Turm im Ostalbkreis – die Nummer sechs unserer Ostalb-Rekorde in dieser Sommerserie.

Ein Besuch auf dem Turm gefällig? Die Heubacher Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins macht's möglich. Deren Vorstandsmitglied Marc Pitschel hat einen Schlüssel, um die schwere Eisentüre des Fernsehturms zu öffnen und auf die Aussichtsplattform in 25 Metern Höhe zu steigen. 140 Stufen hoch.

"Wollen wir uns durchblasen lassen?", fragt Marc Pitschel, als wir uns am Eingang zum Fernsehturm auf dem Glasenberg treffen. Durchblasen? Damit übertreibt er gewiss nicht. Denn für den Besuch hat sich die Rekorde-Redaktion ausgerechnet den Tag in diesem Sommer ausgewählt, an dem "Sturm Kirsten" über die Ostalb weht. Bereits auf dem kurzen Fußweg vom Wanderparkplatz Rosenstein zum Glasenberg begleitet uns ein Rauschen aus den Baumwipfeln.

Wir wollen auf den Turm! Auch dann noch, als Marc Pitschel bestätigt, dass es zum Erklimmen der Wendeltreppe mit ihren 140 Stufen keine Alternative in Form eines Aufzugs gibt. Denn zur Belohnung erwartet uns eine geniale Aussicht: hinüber zu den Kaiserbergen, ins Remstal, natürlich nach Heubach, auf die Rosensteinruine, den Ostfelsen und den Sophienfelsen; hinüber nach Gaildorf und Ellwangen. "Bei guter Sicht siehst du sogar den SWR-Sendeturm Waldenburg", erzählt Marc Pitschel.

Oben auf dem Fernsehturm erlebst du geniale Sonnenuntergänge.

Marc Pitschel Turmwart SAV-Ortsgruppe Heubach

Während wir den Turm auf der Aussichtsplattform umrunden, müssen wir uns gut am Geländer festhalten. Denn es scheint so, als ob uns "Kirsten" sonst wegblasen würde. Marc Pitschel gefällt das. Auf dem Turm erlebe er das Wetter viel intensiver als unten in Heubach, sagt er. In diesem Sommer habe er auf der Plattform schon den Blick auf geniale Sonnenuntergänge genossen. "Oder, wie Regenschauer näher kommen." Er schwärmt: "Erst siehst du Bettringen nicht mehr, gleich darauf nicht mehr den Scheuelberg – und flatsch – kriegst du eine ordentliche Dusche ab."

Dieses Naturerlebnis ist heute nicht in Sicht. Die Rekorde-Redaktion ist aber auch so sehr zufrieden. Auf dem Runterweg durch das Treppenhaus staunen wir noch über die Gitter und Kabel, die in der Turmmitte nach oben führen – weit über die Aussichtsplattform hinaus. Der BOS-Funk werde von "da oben" gesendet, auch bigFM, verschiedene UKW-Sender und der Amateurfunk hätten dort ihre Installationen, weiß Marc Pitschel.

"Ihr könnt wiederkommen", bietet er an, als wir schließlich unten auf dem Waldboden stehen. Vor allem für Gruppen übernehme der Schwäbische Albverein Heubach (SAV) gerne den Turmdienst. "Ansonsten veröffentlichen wir die Öffnungszeiten des Turms im Heubacher Amtsblatt oder auf der SAV-Seite im Internet."

Auf den Fernsehturm: Der SAV Heubach bietet Besteigungen an. Die SAV-Seite im Internet: www.albverein-heubach.de – die SAV-Jugend freut sich dann über ein kleines Eintrittsgeld von 50 Cent pro Erwachsenem oder Kind.

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