Der Klimawald von Westhausen

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Lars Reckermann und Rud Feil pflanzen die Zeitungsbäume im Klimawald.

ZDE und Schwäbische Post/Gmünder Tagespost starten einzigartiges Naturprojekt. 650 Bäume wachsen im Klimawald - unsere Leser können beim Wachsen zuschauen.

Westhausen.

40 Prozent des Ostalbkreises ist Waldfläche. Auf 60.000 Hektar oder umgerechnet auf 84.000 Fußballfeldern liefert die Natur in unserer Region einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Die Firmen Geo Data und ZDE aus Westhausen haben mit einem Klimawald eine bislang einzigartige Aktion gestartet. Unsere Zeitung und unsere Leser sind mit dabei.

„Gemeinsam Zukunft pflanzen“ ist das Motto des Klimawaldes von Geo Data und ZDE in Westhausen. Auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern wurden bereits im April die ersten 650 Bäume gepflanzt. „Die Idee für einen Klimawald hatten der ehemalige Forstamtsleiter von Bopfingen Werner Vonhoff, mein Freund und Förster Peter Weber und ich schon vor eineinhalb Jahren. Wir haben uns gefragt, was die Zukunft bringen wird und wo wir uns einbringen können. Möglich wurde das Projekt erst durch die Anpachtung der Fläche von Familie Zeller“, sagt Geschäftsführer Rudi Feil.

Was kommt mit dem Klimawandel auf uns zu?

In mehr als 1.000 Projekten für Kommunen und Regionen begleiten die Westhausener Experten den Ausbau der digitalen Infrastruktur. „Aber was ist mit dem Klimawandel, was kommt auf uns zu? Können wir im Kleinen, vielleicht sogar mit digitalen Anwendungen, etwas bewegen und unsere CO2-Fußspuren teils kompensieren?“, fragt Feil. Eine Frage, die auch Lars Reckermann, Chefredakteur der Schwäbischen Post und Gmünder Tagespost, hochspannend findet. Kommunikation ist das Geschäft eines Zeitungsverlages. „Was, wenn wir mit den Bäumen sprechen könnten?“

Der Klimawald in Westhausen. Auf der frei aussehenden Fläche wachsen aktuell 650 Bäume.

Klimaveränderungen, Niederschlagsmengen und Temperaturprognosen

Feil kann das. Oder besser. Er unternimmt eine ganze Menge, um das zu können. Auf der Basis von Klimaveränderungen mit Temperaturprognosen, Niederschlagsmengen und Höhenstufen wurden verschiedene Baumarten für seinen Klimawald ausgewählt. Entscheidende Kriterien dabei waren, dass die Baumarten trocken- und hitzeresistent sowie als Nutzhölzer verwendbar sind und in einem hohen Maße Kohlenstoff aufnehmen können. Neben der Natur kommt moderne Technologie ins Spiel. „Natürlich werden wir auch Zukunftstechnologie vor Ort einbinden, das sind wir uns mit unseren Kompetenzbereichen schuldig“ sagt ZDE-Geschäftsführer Wolfgang Weiß. Daten, die demnächst auch im Internet auf der Seite der Schwäbischen Post (SP) und Gmünder Tagespost (GT) für alle Leserinnen und Leser einsehbar sind.

Zwei Hauptkateure gibt es für die beiden Zeitungstitel im Klimawald. Reckermann und Feil pflanzten gemeinsam eine GT-Atlaszeder und eine SP-Libanonzeder. Wie es den Zeitungsbäumen im Ostalb-Klimawald geht, wie sie mit dem Klimawandel zurechtkommen, all das soll dokumentiert werden.

Die Zeitung startet zudem mit dieser Aktion eine große Umwelt- und Nachhaltigkeitsserie. Regelmäßig wird es am und vom Klimawald Berichte geben. Das Landratsamt mit seinen Wald- und Forstwirtschaftsexperten Wolf Noack und Peter Weber sowie Heiko Geiß, ZDE-Mitarbeiter und verantwortlich für die Pflege des Klimawaldes, begleiten das Projekt.

Folgende Baumarten sind im Klimawald vertreten: Chinesisches Rotholz Urweltmammutbaum, Libanonzeder, Atlaszeder, Mammutbaum, Esskastanie, Tulpenbau, Ginkgo, Flaumeiche.

Aktionstag mit der "Sendung mit der Maus": „Türen auf mit der Maus“ heißt ein bundesweiter Aktionstag, der am Sonntag, 3. Oktober, startet. Auch der Klimawald in Westhausen-Reichenbach kann im Rahmen der Aktion von 11 bis 16 Uhr besucht werden. Altersempfehlung: 6 bis 17 Jahre. Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an info@digitaleentwicklung.de. Unter anderem geht’s darum, wie Digitalisierung helfen kann, die Wälder der Zukunft besser zu pflegen und zu bewirtschaften.

Im Klimawald erläutern die Experten des Landratsamtes das Projekt.
Lars Reckermann pflanzt gemeinsam mit Heiko Geiß, bei der ZDE verantwortlich für die Pflege des Klimawaldes, eine Zeder.

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