Kommentar Jürgen Steck

Der moderate Schwarze

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über die anstehende Landratswahl

Nun sind es doch noch drei Kandidaten, die Nachfolger von Landrat Klaus Pavel werden möchten. Es gibt eine Wahl. Wenngleich es viele Beobachter des kreispolitischen Geschehens überraschen würde, wenn Dr. Joachim Bläse (CDU) das Rennen nicht macht – vorausgesetzt, er tappt nicht in Fettnäpfe Boris Palmerschen Ausmaßes. Denn die anderen beiden Bewerber geben sich schon richtig Mühe, dass der Landratskelch an ihnen vorübergehen wird. Der eine wartet – vermutlich lange – darauf, dass sich die Ostalbfraktionsspitzen bei ihm in Thüringen melden. Der andere will oder kann aus Gründen, über die sich das Spekulieren eigentlich nicht lohnt, seinen Namen nicht nennen. Eine gemähte Wiese für Bläse? Sieht so aus. Aber wie sagt man so schön? Der Teufel ist ein Eichhörnchen. Was überrascht: dass jenseits der CDU keine der größeren Fraktionen einen Kandidaten auf den Schild gehoben hat. Wo ist der Kandidat der SPD? Wo ein Grüner? Fast sieht es aus, als habe man sich mit dem "moderaten Schwarzen" Bläse gedanklich arrangiert. Das ist schade – und das hat jetzt überhaupt nichts mit Bläse zu tun. Aber das wichtige Amt eines Landrates hätte es verdient, dass die gesamte Ostalb dafür kämpft, für Klaus Pavel den bestmöglichen Nachfolger zu wählen. Oder die bestmögliche Nachfolgerin.

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