Der Pass mit Suchtpotenzial

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Entdeckerpass-Champion Werner Windmüller an seiner heimatlichen Stempelstelle in Böbingen - den und die anderen 24 Stempel hat er in zwei Wochen gesammelt.
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Rekordverdächtig unterwegs mit dem Entdeckerpass: Wie Werner Windmüller in zwei Wochen 25 Ziele auf der Ostalb bereist hat.

Böbingen. In der Tourismusabteilung beim Ostalbkreis haben sie gestaunt: Zwei Wochen waren erst vorüber nach dem Start der Entdeckerpass-Aktion, schon war der erste Pass da – mit den Stempeln von allen 25 Zielen.

Werner Windmüller aus Böbingen ist der Rekord-Entdecker, den die Lust auf Neues und zugleich der sportliche Ehrgeiz gepackt hatten. Trotzdem ist der 64-jährige Rentner nicht über die Ostalb gehetzt, nur um schnell Stempel um Stempel abzugreifen. „Ich habe jede Stelle voll genossen.“ Ein bis zwei Stunden habe er sich mindestens Zeit gelassen bei jedem Ziel.

Das merkt man schon, wenn man Werner Windmüller fragt, wo er begonnen hat. Er erzählt, wie er „mit dem Motorrädle“ nach Rechberg gefahren ist, wo er zu Fuß rauf ist auf den Berg: Erst zur Ruine, die angeschaut, dann auf dem Kreuzweg nach oben zur Kirche, schließlich an die Nordseite des Bergs zur Aussichtsplattform. „Das hat mir richtig gutgetan“, erzählt er.

Die 25-fache Nah-Erholung mit den neuen Zielen des Entdeckerpasses 2022 war wie ein Sommerurlaub für den Böbinger. „Warum in die Ferne schweifen…“, sagt er. Im Ausland sei er schon oft genug gewesen. In jüngeren Jahren, erzählt Windmüller, war er oft mit einem Freund Skifahren in den französischen Alpen bei Val d‘Isere. „Die schwarzen Abfahrten runter, manchmal von einem Skigebiet ins nächste - das brauche ich, so einen kleinen Kick.“

Fast schon ein großer Kick war Windmüllers XXL-Entdeckertag: Sechs oder sieben Ziele seien es gewesen, die er an einem Tag rund um Ellwangen angesteuert hat. Der sportliche Ehrgeiz eben: „Da war ich happy, dass ich das hingebracht habe.“ Am nächsten Tag war dann erstmal Entdeckerpause – „damit ich wieder runterkomme“, wie Windmüller sich ausdrückt.

Bestimmt die Hälfte aller Ziele habe er noch nicht gekannt, erzählt der Böbinger. Entsprechend der Intention der Entdeckerpass-Aktion: dass Ostälbler aus Lorch oder Mutlangen mal sehen, was ihre Heimat ein paar Kilometer weiter bei Ellwangen oder auf dem Härtsfeld noch alles zu bieten hat – und umgekehrt.

Das Aalbäumle mit dem Aussichtsturm oberhalb von Aalen war für Werner Windmüller so ein typischer Ums-Eck-aber-nie-dort-gewesen-Ort, wie sie fast jeder hat. „Das hatten mir Kollegen bei der Arbeit schon empfohlen“, erzählt er, aber trotzdem war er bisher nie dort gewesen. Im Rückblick ist der Platz seine Nummer eins unter den 25 Zielen. „Das war das Beste.“

Auf den Tag genau zwei Wochen nach seiner ersten Entdeckertour hat Werner Windmüller mit seiner 22 Jahre alten 650er-BMW-Enduro seine Tour Nummer 26 gemacht: ins Landratsamt nach Aalen, wo er seinen 25-fach gestempelten Entdeckerpass persönlich abgegeben hat.

Wobei die reine Sammelleidenschaft, das betont Werner Windmüller, nie seine Touren dominiert hat: „Der Stempel war mir gar nicht so wichtig, die Ziele waren es.“

Pass und Karte gibt's gratis 

Die Aktion Entdeckerpass geht noch bis zum 18. September. An 25 Naherholungszielen im Kreis (zu sehen unter: www.deine-ostalb.de/entdeckerpass) kann man sich einen Stempel in den Pass holen. Das „Entdeckerpäckle“ mit Pass und Übersichtskarte kann man kostenlos anfordern beim Landratsamt Ostalbkreis unter tourismus@ostalbkreis.de oder Tel. 07361 503-1793. Es ist auch bei Tourist-Infos und in den Rathäusern der Ostalb-Gemeinden erhältlich.

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