Der tonale Seelenwanderer unterwegs in Aalen

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Der erste Akkord, dann das Wort, dazu der Groove: Das ist die Mischung, die Axel Nagel in Aalen präsentiert.

Wie der Rock- und Pop-Preisträger Axel Nagel das Publikum im Park der Villa Stützel begeistert .

In sommerlich-duftiger Abendstimmung begeisterte Axel Nagel seine Fans. Als Solist und als Band. Wie das geht? Indem man allerlei Instrumente beherrscht und in Vernetzung mit einer gleichsam sensiblen, variablen und tiefgängigen Stimme Funk, Soul und Rock garniert.

Der erste Akkord, dann das Wort, dazu der Groove. So sieht die musikalische Rezeptur aus und Axel Nagel generiert daraus Aussagekraft. Die Bühne, auf der er steht. Das ist Name und Programm.

In all seinen Titeln – viele sind beim Blick über den Bodensee entstanden – präsentiert er sich als tonaler Seelenwandler. Mal ganz weich, dann nachdrücklich. So zum Beispiel, als der den Zustand der "totalen Glückseligkeit" beschreibt oder seine Rhythmen Landschaftsbilder zeichnen. Sein Song "Zeit, Liebe und Wein" verinnerlicht Improvisationskunst, als der die Unberechenbarkeit des Lebens expressiv ans Ohr der Besucher bringt.

Immer wieder mischt der Gitarrist sein Spiel mit anderen Instrumenten. Beim Psycho-Folk "Parallelwelt" wird das elektronische Instrument Theremin aus den 1920er Jahren zum echten Burner, als Nagel instrumental in veränderte Räume und virtuelle Welten eintaucht und das Theremin sensibel-mystischen Zauber verleiht. Axel Nagel bedient sich einer bildhaften Sprache, die den Zuhörer spannungsgeladen auf die musikalische Reise mitnimmt. Oft sind seine Songs in kleine Anekdoten verpackt.

Über allem steht aber der vibrierende Groove, den der Schwäbisch Gmünder so herrlich authentisch und rhythmisch perfekt transponiert. "Ich lege meine Spuren, die Musik kennt keine Grenzen in mir drin", heißt es in einem Song. Das gibt treffend den bezaubernden Konzertabend in der Villa Stützel wieder.

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