Der Trick mit den Uhren: Betrugsversuch an drei Senioren

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Symbolbild

In Ellwangen, Mutlangen und Crailsheim wurden drei Männer Opfer eines Betrugsversuchs. Der Tatzusammenhang wird geprüft.

Drei Fälle, ähnliche Masche: Im Bereich des Polizeipräsidiums Aalen sind innerhalb von zwei Tage drei Senioren Opfer eines Bertugsversuchs geworden.

Auf dem Ellwanger Marktplatz wurde ein 81-Jähriger am Mittwochmittag gegen 13.30 Uhr von einem Unbekannten angesprochen, der vorgab ein alter Bekannter zu sein. Der Mann schenkte dem Senior zwei Uhren und wollte ihm dann eine weitere verkaufen. Den Erlös dieses Geschäftes, 900 Euro, würde er für die Heimfahrt benötigen. Tatsächlich ließ sich der 81-Jährige von dem Unbekannten zu einer Bank fahren und hob das Geld auch ab. Da ihm nun aber Zweifel kamen, erzählte er einer Bankangestellten die Geschichte. Diese reagierte sofort und verständigte die Polizei, so dass dem 81-Jährigen kein Schaden entstand. Wie die Polizei berichtet, zeigt die Erfahrung, dass es sich um eine Betrugsmasche und den Uhren um minderwertige oder gar wertlose Ware handelt.

Der Trickbetrüger wird folgendermaßen beschreiben: etwa 175 cm groß und etwa 40 Jahre alt, mittellange schwarze Haare. Er trug eine rote Hose und ein schwarzes Oberteil. Er war mit einem dunklen Pkw mit italienischen Kennzeichen unterwegs. Weitere Hinweise nimmt das Polizeirevier Ellwangen unter Tel. (07961) 9300 entgegen.

Ein ähnlicher Fall hat auch in Mutlangen abgespielt. Der Tatzusammenhang werde derzeit geprüft, so die Polizei. Ein 85 Jahre alter Mann ist am Mittwochmittag um 1000 Euro betrogen worden. Wie die Polizei berichtet, war der Senior auf einen Trickbetrüger hereingefallen. Dieser hatte den 85-Jährigen unweit der Hornbergschule angesprochen und vorgegeben, dass er ein ehemaliger Arbeitskollege sei. Im weiteren Verlauf des Gesprächs habe der bislang unbekannte Mann dem Senior vier Uhren angeboten und wollte im Gegenzug 1000 Euro geliehen bekommen haben. Der Geschädigte gab schließlich nach, hob das Geld von seinem Bankkonto ab und übergab es dem Mann. 

Der Betrüger wird als etwa 40 bis 50 Jahre alt beschrieben, war etwa 1,65 Meter groß und trug mittellanges dunkles Haar. Er war mit einem dunklen Auto mit ausländischem Kennzeichen unterwegs. Weitere Hinweise werden vom Polizeirevier Schwäbisch Gmünd unter Tel. (07171) 3580 entgegengenommen.

Ein weiterer ähnlicher Fall hat sich am Tag zuvor in Crailsheim ereignet. Ein 85-jähriger Fußgänger wurde am Dienstag von einem unbekannten Mann aus einem größeren, schwarzen Auto mit italienischer Zulassung heraus angesprochen. Der Unbekannte gab an, den Senior von früher zu kennen und erzählte ihm eine Geschichte, die für den 85-Jährigen zunächst plausibel erschien, teilt die Polizei mit. Der Unbekannte eröffnete dem Senior, dass er sich in einer Notlage befände. Er müsse Geld für einen Verwandten auftreiben, damit dieser einen dringend benötigten Rollstuhl bekomme. Gleichzeitig müsse er aber noch am selben Tag nach Italien und hätte nicht so viel Bargeld zur Verfügung. Er bat den Senior ihm im Tausch gegen zwei hochwertige Uhren das benötigte Bargeld zu geben. Der 85-Jährige glaubte den Ausführungen des Unbekannten offenbar und übergab ihm einen vierstelligen Betrag, so die Polizei. Erst anschließend merkte der Senior, dass es sich bei den Uhren um minderwertige Produkte handelte.

Bei dem Unbekannten in Crailsheim handelte sich laut Polizei um einen ca. 170-175 cm großen, korpulenten Mann mit dunklen, kurz geschnittenen Haaren. Der Mann soll etwa 45 Jahre alt gewesen sein. Er habe ein ovales Gesicht, dunkle Augenbrauen, eine breite Nase und volle Lippen. Er war sehr eloquent und erschien insgesamt gepflegt. Zum Tatzeitpunkt trug er ein weißes Hemd mit nach oben geschlagenen Ärmeln und eine dunkle Stoffhose. Die Polizei Crailsheim sucht unter Tel. (07951) 480-0 Zeugen, die Angaben zu der gesuchten Person machen können.

Die Polizei rät

Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf offener Straße von Fremden angesprochen werden - niemand hat etwas zu verschenken.

Halten Sie immer ausreichend Abstand zu Fremden

Gehen Sie auf keine Straßengeschäfte ein - die Ware ist oftmals minderwertig oder gar wertlos

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Rufen Sie gegebenenfalls unter dem Notrud 110 die Polizei hinzu

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