Die Abfallgebühren werden ab 2023 wohl erhöht

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Müll, so weit das Auge reicht. Dessen Entsorgung wird 2023 für Ostalb-Haushalte wohl teurer . Foto: opo
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Eine Erhöhung um durchschnittlich zehn Prozent steht im Raum. Der Ausschuss diskutiert am Mittwoch, der Kreistag entscheidet am 18. Oktober.

Aalen

Alles wird teurer, jetzt wohl auch die Müllgebühren. Ab dem 1. Januar, so schlägt es eine Beschlussempfehlung der Verwaltung an die Kreisparlamentarier vor, sollen die Gebühren über alle Bereiche hinweg um durchschnittlich zehn Prozent angehoben werden.

Jahresgebühren steigen

Die Jahresgebühr für einen 30-Liter-Müllsack würde dann gerundet 116 Euro statt bislang 106 Euro kosten. Bereits erworbene Säcke können nur noch bis zum 28. Februar 2023 verwendet werden.

Die Jahresgebühr für ein Abfallgefäß mit 60 Litern soll von 107 Euro auf 117 Euro steigen, die für ein Abfallgefäß mit 80 Litern von 114 Euro auf 125 Euro und die für ein Abfallgefäß mit 120 Litern von 129,50 Euro auf 140,84 Euro. Durchschnittlich um zehn Prozent sollen auch die anderen Jahresgebühren für die weiteren verschiedenen Abfallgefäße angehoben werden.

Einzelne Leerungen teurer

Auch die Leerungsgebühr soll sich verteuern. So soll die Leerung eines 30-Liter-Sacks künftig 1,45 Euros statt bisher 1,35 Euro kosten. Beim 60-Liter-Eimer sind es 2.90 statt bisher 2,70 Euro, beim 80-Liter-Eimer 3,85 statt bisher 3,60 Euro und beim 120-Liter-Gefäß 5,80 statt bisher 5,40 Euro. Für alle weiteren Abfallgefäße verteuert sich der Preis pro Leerung im Schnitt ebenso um rund 7,4 Prozent.

Müllbeutel und Eilservice

Wer einen zusätzlichen Müllbeutel will, soll künftig 3,70 statt wie bisher 3,50 Euro bezahlen. Der Eilservice der GOA soll ab Januar für 30 statt wie bisher für 25 Euro zu haben sein.

Erdaushub und Co

Die Gebühren bei der Selbstanlieferung von Erdaushub und Bauschutt sollen über alle Mengen hinweg betrachtet im Schnitt um elf Prozent angehoben werden. Eine Anhebung im Schnitt von fünf Prozent über alle Mengen hinweg betrachtet soll es ab 2023 bei der Selbstanlieferung von Kleinmengen an Müll geben.

Preise waren 15 Jahre stabil

In den Jahren 2014, 2016 und 2017 hat der Landkreis die Abfallgebühren jeweils gesenkt, seit dem Jahr 2018 wurde nicht mehr an der Gebührenschraube gedreht. Eine Erhöhung 2023 sei notwendig, weil, laut Umsatzsteuergesetz, ab 2023 Zweckverbände in ihren Rechnungen Mehrwertsteuer ausweisen müssen, so die Begründung der Kreisverwaltung. Im Ostalbkreis fallen für Leistungen der Müllkraftheizwerke rund 790.000 Euro an Mehrwertsteuer und für Leistungen an das kommunale Rechenzentrum weitere rund 80.000 Euro an, die den Gebührenhaushalt in voller Höhe belasten.

Ein weiterer Grund für die Gebührenerhöhung sei die vereinbarte „Preisgleitung“ in den Verträgen über abfallwirtschaftliche Leistungen, die aufgrund der allgemeinen Preissteigerung deutlich höher sei als dies in den Vorjahren der Fall war. Bis 2019 hat die GOA im Hausmüllbereich jeweils Überschuss erwirtschaftet (2019 waren es rund 905.000 Euro). Diese seien inzwischen aber zur Deckung der danach entstandenen Fehlbeträge verrechnet worden.

Der Ausschuss für Umweltschutz und Kreisentwicklung wird sich am Mittwoch, ab 15 Uhr in seiner öffentlichen Sitzung im Landratsamt Aalen mit dem Thema auseinandersetzen. Nach der Diskussion wird das Gremium dem Kreistag, für dessen Sitzung am 18. Oktober, eine Beschlussempfehlung geben.

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