Impfung: Die AfD, eine Anlaufstelle, und ein Antrag

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Die Fraktion der AfD im Kreistag hat einen Antrag gestellt mit dem Ziel, dass im Ostalbkreis eine Beratungsstelle für Bürger mit Impfnebenwirkungen und Impffolgeschäden eingerichtet wird.
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Warum die AfD-Fraktion im Kreistag des Ostalbkreises für eine Beratungsstelle ist und wie das Plenum reagiert.

Aalen. Die Fraktion der AfD im Kreistag hat einen Antrag gestellt mit dem Ziel, dass im Ostalbkreis eine Beratungsstelle für Bürger mit Impfnebenwirkungen und Impffolgeschäden eingerichtet wird. Mit einer deutlichen Mehrheit haben die Kreisräte diesen Antrag abgelehnt.

So begründet die AfD den Antrag

Dr. Frank Gläser hat für die verhinderte Fraktionsvorsitzende und Antragsunterzeichnerin Susanne Mützel den Antrag für eine zunächst auf zwei Jahre befristete Beratungsstelle erläutert. Der AfD-Politiker sprach von verkürzten Notzulassungen der Corona-Impfstoffe, von einer ungenügenden Infrastruktur zur Erfassung, Analyse und Behandlung von Impffolgen und von einer halben Million Menschen, die an schweren Nebenwirkungen aufgrund der Corona-Impfung litten. Um den Antrag weiter zu stützen, sagte Gläser, dass laut Paul-Ehrlich-Institut 0,02 Prozent der Corona-Geimpften schwere Impfschäden, wie eine Herzmuskelentzündung erlitten hätte. Gläser zitierte Zahlen und Berichte von Betroffenen.

Gläser forderte entsprechende Hilfen für Menschen, die neben den physischen auch an psychischen Folgen litten. „Mehr empirische Evidenz, absolute Transparenz und unbürokratische Unterstützung für Betroffene sind von grundlegender Bedeutung für das Vertrauen in unser Gesundheitssystem“, so der AfD-Vertreter weiter.

So argumentiert die Verwaltung

Gesundheitsdezernentin Julia Urtel entgegnete, dass man die Fälle adäquat erfasse, dass kompetent beraten und dokumentiert werde. Es seien die Hausärzte ebenso wie das Gesundheitsamt und das Paul-Ehrlich-Institut entsprechend eingebunden. „Die Ärzte sind verpflichtet, den Verlauf zu dokumentieren“, sagte Julia Urtel.

Dr. Joachim Bläse betonte, dass es bei jeder Impfung zu Nebenwirkungen und Impfschäden kommen könne. Der Landrat verwies darauf, dass es bereits entsprechende Wege gebe und man nicht bereit sei, Parallelstrukturen aufzubauen.

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