Die Corona-Warn-App zeigt eine Risikobegegnung an – und nun?

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Wie die App funktioniert, welche Hinweise das Smartphone gibt und ab wann ein Corona-Test nötig ist.

Aalen

Die Corona-Warn-App macht das Smartphone zum Warnsystem: Sie hilft festzustellen, ob Kontakt mit einer infizierten Person bestand und wie hoch das Ansteckungsrisiko ist. So sollen Infektionsketten schnell erkannt und unterbrochen werden können. Mit steigenden Infektionszahlen wird auch immer mehr App-Nutzern angezeigt, dass sie in Kontakt mit einer infizierten Person gewesen sind. Und dann – was tun?

So funktioniert die App: Personen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind, tragen ihr positives Testergebnis in die App ein. Um Fehlmeldungen oder Missbrauch zu vermeiden, muss das positive Testergebnis mittels eines QR-Codes bestätigt werden.

So wird das Risiko ermittelt: Die App prüft, ob das Smartphone in den vergangenen Tagen einem Smartphone begegnet ist, dessen Nutzer ein positives Testergebnis eingegeben hat. Dabei ist es ein Unterschied, ob Sie an einem Infizierten vorbeigegangen oder sich länger mit demjenigen unterhalten haben. Ebenso spielt die Entfernung eine Rolle. Als unbedenklich eingestuft werden Begegnungen, die weniger als zehn Minuten gedauert haben – wie weit die Smartphones dabei voneinander entfernt waren, spielt keine Rolle. Ebenfalls werden Begegnungen als unbedenklich eingestuft, wenn die Smartphones durchschnittlich acht Meter voneinander entfernt waren – egal, wie lange die Begegnung dauerte. Dauerte der Kontakt mindestens zehn Minuten bei einer Entfernung von unter 1,5 Metern wird diese Begegnung mit "erhöhtes Risiko" markiert. Kontakte, die dazwischenliegen, werden mit verschiedenen Faktoren berechnet und eingestuft.

Grüner Warnhinweis – das ist zu tun: Zeigt das Smartphone einen grünen Warnhinweis, müssen Sie weder einen Arzt kontaktieren, noch in Quarantäne oder einen Test machen – sofern Sie keine Symptome zeigen. Das Robert-Koch-Institut erinnert aber an die AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen.

Verpflichtend ist ein Test nicht.

Susanne Dietterle, Pressesprecherin Landratsamt

Roter Warnhinweis – das ist zu tun: Zeigt das Smartphone einen roten Warnhinweis, bedeutet das ein erhöhtes Infektionsrisiko und damit, dass Sie sich infiziert haben könnten – nicht, dass Sie sich unbedingt angesteckt haben. Die App zeigt an, wann diese Begegnung stattgefunden hat, und gibt Tipps, wie umgehend nach Hause zu gehen und Begegnungen zu vermeiden, um keinen anderen mehr anzustecken, sollten Sie sich tatsächlich infiziert haben. "Wer über die Corona-Warn-App den Hinweis für ein, ‘erhöhtes Risiko' erhalten hat, sollte Kontakt mit seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt aufnehmen", teilt Susanne Dietterle, Pressesprecherin des Landratsamtes mit. Und weiter: "Im Rahmen eines beratenden Gespräches kann dann das Risiko verifiziert und darüber gesprochen werden, ob ein Test angeraten ist."

Bei einem Gespräch mit dem Gesundheitsamt werden erörtert: Kontakte, Erkrankte im Umfeld, gesundheitliche Risikofaktoren, Tätigkeit in systemrelevanten Bereichen, eigene Symptome. "Dementsprechend wird dann eine Testung veranlasst oder auch nicht", so Dietterle. "Verpflichtend ist ein Test allerdings nicht."

Über die Corona-Hotline des Gesundheitsamts in Aalen gingen bereits Anfragen dazu ein, lässt das Landratsamt wissen.

Wer den Test bezahlt: In der Regel werden die Kosten für den Test von der Krankenversicherung übernommen, wenn die Testung ärztlich veranlasst ist.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL