Die dauerhafte Hitze macht zunehmend krank

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Die Verwendung von Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung. (c) www.BilderBox.com

Natur und Menschen im Ostalbkreis leiden zunehmend unter den lang anhaltenden Hitzeperioden

Aalen.Vor Corona stiegen die Behandlungszahlen wegen Sonnenschäden jährlich um 21 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der AOK Ostwürttemberg. Demnach registrierte die Kasse im Hitzesommer 2019 im Ostalbkreis 134 Versicherte, die ambulant oder stationär behandelt werden mussten. Im Landkreis Heidenheim waren es 101 Betroffene. Durch die Pandemie gingen die Behandlungszahlen stark zurück. Im Jahr 2021 waren es nur 48 in gesamt Ostwürttemberg. Die Menschen seien seltener zum Arzt gegangen und Freizeitmöglichkeiten wie Freibadbesuche oder Vereinsaktivitäten seien deutlich eingeschränkt gewesen. Die Coronajahre mit eingerechnet, stiegen die Behandlungen aufgrund von Hitzeschäden um jährlich 2,7 Prozent in der Region. Vor allem männliche Versicherte zwischen 20 und 30 Jahren seien von Sonnenschäden oder Hitzeerkrankungen betroffen. Laut der AOK machen die lang anhaltenden Hitzeperioden nicht nur der Natur, sondern auch den Menschen zunehmend zu schaffen und führen bei bestimmten Personengruppen zu gesundheitlichen Problemen. Menschen mit allgemein schlechtem Gesundheitszustand, älteren Menschen, Babys und Kleinkinder, aber auch bei Menschen, die draußen arbeiten und sich körperlich anstrengen. Die Folgen sind demnach hitzebedingte Beschwerden bis hin zu sogenannten Hitzekrankheiten: heiße Haut, schnellere Atmung, erhöhter Puls, Übelkeit oder Durchfall. Zusätzlich bewirkt Hitzestress eine Reihe von körperlichen Veränderungen. Zum Beispiel werden entzündungsfördernde Substanzen freigesetzt oder der Fettstoffwechsel wird beeinflusst. Dies belastet vor allem das Herz-Kreislauf-System. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Atemwegs-, Nieren- und Darmerkrankungen treten gehäuft auf.

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