Die Lage in den Kliniken Ostalb ist ernst – drei Fragen an Professor Dr. Ulrich Solzbach

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Professor Dr. Ulrich Solzbach äußert sich zur aktuellen Lage in den Kliniken Ostalb.
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Der Vorstandsvorsitzende der Kliniken Ostalb, Professor Dr. Ulrich Solzbach, antwortet auf drei Fragen zur aktuellen Coronalage.

Aalen

Die Lage in den Kliniken in Aalen, Ellwangen und Mutlangen ist sehr ernst. Professor Dr. Ulrich Solzbach, Vorstandsvorsitzender der Kliniken Ostalb, antwortet auf drei Fragen zur aktuellen Situation.

Sind inzwischen alle Intensivbetten in den Kliniken Ostalb besetzt?

Solzbach: Derzeit sind 27 von 30 Intensivbetten belegt. Die Belegung der Intensivbetten ist allerdings immer eine Momentaufnahme und regelmäßigen Änderungen, auch im Tagesverlauf, unterworfen.

Was geschieht aktuell mit Notfällen, die eine Intensivbetreuung benötigen?

Solzbach: Notfälle können immer erst behandelt werden. Im derzeitigen Infektionsgeschehen stoßen wir allerdings immer wieder an die Belegungs- und Belastungsgrenze. Deshalb musste vor Kurzem auch der Beschluss gefasst werden, geplante Eingriffe und Operationen bis auf Weiteres nicht mehr vorzunehmen, um freie Kapazitäten zu schaffen und die Versorgung aufrecht erhalten zu können.

Rechnen Sie damit, damit sich die Situation noch weiter verschärft?


Solzbach: Leider kann niemand genau sagen, was noch auf uns zukommt, auch mit Blick auf die neue Variante ist dies schwer vorhersehbar. Hier muss man weitere Erkenntnisse abwarten. Aber die Lage ist derzeit sehr ernst. Eine Verschärfung der Situation ist durchaus denkbar. Der jetzige schnelle und hohe Anstieg der Infektionszahlen wird auch in den nächsten Wochen noch große Auswirkungen auf die Belegung der Intensivstationen haben.

Umso wichtiger ist nun sich an die Regeln zu halten und Kontakte zu reduzieren. Jeder Einzelne kann seinen Teil dazu beitragen das Krankenhauspersonal zu entlasten. In vielen Fällen kann auch der Haus- oder Facharzt erster Ansprechpartner sein und nicht die zentrale Notaufnahme im Krankenhaus.

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