Die Schönheiten des Remstals entdecken

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Gut erkennbar in ihren auffälligen Westen, die frisch fürs Remstal fit gemachten Wanderführer des Schwäbischen Albvereins
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Wie sich der Schwäbische Albverein auf den Deutschen Wandertag vorbereitet, um den Besuchern erstklassige Touren anzubieten.

Lorch-Waldhausen. Der Schwäbische Albverein ist der größte Wanderverein in Europa, das kommende Jahr wird für den Verein ein ganz Besonderes werden. Der 121. Deutsche Wandertag soll vom 3.- bis 7. August im Vereinsgebiet abgehalten werden und kommt damit zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder ins Remstal. Mit größter Freude ist der Schwäbische Albverein dann zum siebten mal maßgeblich am Programm des weltweit größten Wanderfestes beteiligt.

Der Albverein bildet schon immer Wanderführer aus, erklären die Projektleiterin Heidi Müller, Karin Kunz vom Organisationsteam und die Vizepräsidentin des Schwäbischen Albvereins Regine Erb. Zum jetzt nahenden Deutschen Wandertag sollen 200 zertifizierte und gut ausgebildete Wanderführer des Vereins im Einsatz sein.

Viele der Tourguides kommen aus entfernteren Regionen, daher werden seit dem Frühjahr die Wanderführer intensiv auf das kommende Jahr geschult. Die Wanderführer erfahren in den Schulungen, was einen Wanderführer beim Deutschen Wandertag erwartet.

„Wir wollen unseren Tourguides das Remstal nahebringen“, meint Heidi Müller. Dies sei nur von Vorteil, denn nur so können die Wanderführer später ihren Gästen die ganze Vielfalt des Remstals erklären. Dazu gibt es jede Menge Informationen über die geologische Beschaffenheit der Region, welche landschaftlichen und kulturellen Besonderheiten es hier gibt.

Um die Wanderungen spannend, informativ und auch unterhaltsam zu gestalten, werden die Wanderführer dementsprechend durch Rollenspiele vorbereitet, in denen sie lernen die Informationen unterhaltsam zu verpacken. Wanderführer beim Deutschen Wandertag zu sein, bedeute eine „völlig neue Herausforderung“, es kommen die unterschiedlichsten Menschen, mit den unterschiedlichsten Leistungsstärken, Interessen und Charakteren. „Sie alle muss ein Wanderführer abholen und mitnehmen“, meint die Vizepräsidentin. Dazu gehört auch das Durchspielen der verschiedensten Szenarien. Wie verhalte ich mich bei leichteren Unfällen oder einem heranziehenden Gewitter? Hier müssen die Wanderführer „Fingerspitzengefühl“ beweisen, stets die Ruhe bewahren, um positiv auf ihre Wandergruppen einzuwirken. „Man weiß nie, wie die Menschen reagieren“, erklärt Heidi Müller.

80 Unterrichtseinheiten

Dieses Wissen wurde in 80 Unterrichtseinheiten im Wanderheim Kirnbach in Lorch-Waldhausen 20 Wanderführern vermittelt. Am Abschlusstag konnten sie ihre orangen Westen als Wanderführer des Schwäbischen Albvereins entgegennehmen.

Rund 170 Wanderungen und Touren haben die Vereinsmitglieder im Rucksack. Dabei setzt der Albverein auf eine große Vielfalt bei den Touren, um die unterschiedlichsten Interessenbereiche und auch Fähigkeiten der Gäste abzudecken.

Das Tourangebot ist gefächert in die Bereiche „Natur und Kultur“, „Kulinarik und Genuss“, Körper und Seele, Sport und Action und Familie und Jugend. Dazu hat der Albverein auch Trends wie „Waldbaden“ und „Yoga-Wanderungen“ im Programm und demonstriert damit „Wandern ist mehr als nur von Hütte zu Hütte zu gehen“. Für alle Leistungsstufen ist etwas im Programm enthalten, es gibt Touren für Familien auch mit Kinderwagen, und Touren für Menschen mit Handicap.

Die ersten Anmeldungen zum Deutschen Wandertag laufen schon, freuen sich die drei Damen über das „riesige Interesse“. Einen kleinen Vorgeschmack auf den Deutschen Wandertag bietet der Schwäbische Albverein am Freitag, 17. September, in Schwäbisch Gmünd beim Tag des Wanderns, für den der Verein ein abwechslungsreiches Wanderprogramm für Körper und Seele zusammengestellt hat; selbstverständlich gibt es auch Touren für Familien.

Informationen zu Deutschen Wandertag und zum Tag des Wanderns gibt es beim Schwäbischen Albverein im Internet unter www.albverein.net oder unter www.dwt2022.de

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