Die Zimmerbergmühle bleibt das Herzstück

+
Der Kreisjugendring (KJR) wird 50. Gefeiert werden soll dies groß am 9. Juli 2022 – natürlich in der Zimmerbergmühle.
  • schließen

Kreisjugendring präsentiert seinen Tätigkeitsbericht für 2021. Vereine und Organisationen rufen weniger Zuschüsse ab, als möglich.

Aalen. Der Kreisjugendring (KJR) wird 50. Gefeiert werden soll dies groß am 9. Juli 2022 – natürlich in der Zimmerbergmühle. Die bleibt nämlich das Herzstück des Kreisjugendrings, wie KJR-Vorsitzender Michael Wagner am Dienstagabend dem Kreis-Jugendhilfeausschuss verdeutlichte. Wagner hat den KJR-Tätogkeitsbericht 2021 vorgelegt und darin aufgezeigt, was im vergangenen (Corona)-Jahr möglich war, und was eben nicht.


Die Zimmerbergmühle fordert: Investitionen, Umbaumaßnahmen und Reparaturen stehen hier stetig an. Um alles besser im Blick zu behalten, wurde der Arbeitskreis Zimmerbergmühle wieder ins Leben gerufen. Erste Resultate: Die Außenbeleuchtung wird durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt, die Renovierung des Sanitärbereiches soll angegangen und ein neuer Kühlschrank angeschafft werden. 

Die Sommerzeltlager Abschnitt 1 (106 Teilnehmende sowie 29 Betreuerinnen und Betreuer), Abschnitt 2 und die Teens-Week (40 Teens)  wurden 2021 abgehalten - mit weniger  Kindern als vor der Pandemie und mit  Hygienevorgaben. Tests und Masken waren gestiftet worden. „Da alle Zeltlagerbewohner mit Schnelltests regelmäßig getestet wurden, konnten wir uns einige Freiheiten erlauben, die vorher undenkbar waren“, so Wagner. Die Anmeldung für die drei Abschnitte 2022 läuft bereits unter https://anmeldung.kjr-ostalb.de/. 


Pandemie bedingt abgesagt werden musste 2021 das Fußballturnier „Kicken gegen Rechts“. Stattdessen gab es „K(l)icken gegen Rechts“. Jugendgruppen konnten Fotos und Videos mit Statements gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für Vielfalt und Toleranz erstellen, im Internet hochladen und Gewinne erzielen. 


Anstatt der Sternfahrt, erhielten die teilnehmenden Einrichtungen 2021 die Möglichkeit, das jährlich zur Verfügung stehende Budget für interne Ersatzerlebnisse oder Anschaffungen für ihre Kinder und Jugendlichen zu organisieren. Jede Einrichtung erhielt einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro. Einige haben dies genutzt. 


Im Sommer verabschiedete der KJR-Vorstand nach 30 Jahren als „Berufs-Jugendlicher“ den langjährigen Geschäftsführer Michael Baltes in den Ruhestand.

Im November 2021 gab es eine Baumpflanzaktion. Unter der Überschrift „Saturday 4 Forest“ wurden im Spitalwald in Aalen-Unterrombach gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Fachsenfeld, einer Konfirmandengruppe und Mitgliedern der „Friday4Future-Bewegung“ 370 Bäume gepflanzt.

Die Finanzen stimmen 

Die Förderung der Jugendarbeit hat der Kreistag schon 1998 an den Kreisjugendring übertragen. Trotz Einschränkungen durch die Pandemie wurden etliche Zuschüsse zur Förderung der außerschulischen Jugendarbeit im Ostalbkreis ausgezahlt, sagte Wagner. Insgesamt wurden 140 Anträge gestellt. Der Großteil davon im Bereich der Freizeiten. Die kurzfristig ermöglichte Bezuschussung von Online-Seminaren sei gut angenommen worden, so Wagner. Insgesamt 15 Online-Seminare aber auch 28 Präsenz-Seminare wurden gefördert. Fünf Anträge zur Renovierung und Ausstattung wurden ebenso bewilligt. Trotzdem wurden lediglich knapp 52.000 Euro der bewilligten 135.000 Euro abgerufen. Der Restbetrag wurde nun in das Jahr 2022 übertragen. Der Kreisjugendring geht davon aus, dass 2022 mehr Anträge gestellt werden, sollten die Corona-Maßnahmen gelockert bleiben.

„Dass es trotz Pandemie Zeltlager gab, ist das Verdienst ihrer Hartnäckigkeit und ihres großen Engagements“, lobte Manfred Fischer für die CDU die KJR-Verantwortlichen. Der Kreis werde weiter in die Zimmerbergmühle investieren, versprach er. Corona habe die Zeltlager noch wichtiger gemacht, sagte Bernhard Richter (SPD). Jugend brauche Freiheit, Erlebnisse „aber auch Begleitung, gerade in Zeiten von Populismus“. Jugendarbeit sei von unschätzbaren Wert, betonte er.

Bernhard Ritter (Freie Wähler) erkennt in dem Umstand, dass viel weniger Geld abgerufen wurde, als vorhanden war, das wahre Ausmaß der Krise. Er versprach Wagner aber: „Wir kürzen das Budget nicht“. Den Arbeitskreis Zimmerbergmühle zu reaktivieren, sei eine gute Idee, was dort baulich und infrastrukturell in den vergangenen Jahren geschaffen wurde, das könne sich sehen lassen. „Vielen Dank für Ihre Arbeit“, endete er.

Der Kreisjugendring (KJR) wird 50. Gefeiert werden soll dies groß am 9. Juli 2022 – natürlich in der Zimmerbergmühle.
Der Kreisjugendring (KJR) wird 50. Gefeiert werden soll dies groß am 9. Juli 2022 – natürlich in der Zimmerbergmühle.

Zurück zur Übersicht: Ostalbkreis