Diese neuen Quarantäneregeln gelten ab sofort in Baden-Württemberg

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Auch wenn nur der Schnelltest positv ist, sollten Angehörige umgehend informiert werden.
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Wie man sich verhält, wenn man den Verdacht hat, sich mit Corona angesteckt zu haben – und welche Regeln sich nun ändern.

Aalen. Seit diesem Mittwoch gelten neue Quarantäneregeln. Was sich ändert, was gleich bleibt und Antworten auf allgemeine Fragen zur Verordnung.

Absonderungsdauer: Ab sofort ist die Absonderungsdauer für positiv getestete einheitlich auf zehn Tage festgelegt. Als Startdatum der Berechnung wird nun einheitlich das Datum des Erstnachweises verwendet. Der meist zeitlich davorliegende Symptombeginn entfällt als Startzeitpunkt, so heißt es in einer Pressemeldung des Sozialministeriums, da in den Wintermonaten gehäuft Symptome auch aufgrund anderer Atemwegserkrankungen auftreten können. Kontaktpersonen müssen von nun an einheitlich 14 Tage in Absonderung.

Freitesten: Positiv getestete Personen können sich auch weiterhin nur freitesten, wenn sie geimpft sind. Möglich ist das künftig nicht wie vorher ab dem fünften, sondern erst ab dem siebten Tag. Allerdings reicht dafür dann ein Schnelltest aus.

Omikron: Eine Ausnahme gibt es bei Personen, die sich mit der besorgniserregenden Virusvariante Omikron angesteckt haben: Dann gibt es keine Freitestmöglichkeit, die Absonderungsdauer kann nicht verkürzt werden.

Schulen und Kitas: Keine Änderungen ergeben sich für die Schulen und Kitas. Denn schon heute ist es so, dass die Fünf-Tages-Testung an Schulen oder die Wiedereintritts-Testung bei den Kitas nicht möglich ist, wenn von einer besorgniserregenden Virusvariante auszugehen ist. Tritt also Omikron in Schulen oder Kitas auf, gelten für Schülerinnen und Schüler und Kita-Kinder die regulären Absonderungs-Regeln für Kontaktpersonen.

Fragen und Antworten

Das Landratsamt Ostalbkreis und das Sozialministerium Baden-Württemberg haben zudem auf allgemeine Fragen, die die Quarantäneregeln betreffen, geantwortet.

Wie verhalte ich mich, wenn ich Kontakt zu einer Person hatte, die eventuell mit Corona infiziert ist – also einen positiven Schnelltest hatte, aber noch auf das Ergebnis des PCR-Tests wartet?

Nach einem positiven Antigen-Schnelltest – Selbsttests sind ausgenommen – muss die positiv getestete Person unverzüglich Haushaltsangehörige informieren. Diese sind bereits nach einem positiven Antigen-Schnelltest zur Absonderung verpflichtet.

Aber: Geimpfte oder genesene Haushaltsangehörige müssen sich nicht absondern, außer sie weisen bereits typische Symptome für eine Corona-Infektion auf oder sie bewohnen eine Pflegeeinrichtung.

Andere Virusvarianten: Falls bei der positiv getesteten Person im Nachgang eine besorgniserregende Virusvariante festgestellt wird, müssen geimpfte oder genesene Haushaltsangehörige ebenfalls eine Quarantäne einhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Absonderung und Quarantäne?

„Absonderung“ ist der Oberbegriff für die Begriffe Quarantäne und Isolation und bedeutet, sich von anderen Personen zum Schutze der Allgemeinheit oder des Einzelnen vor ansteckenden Krankheiten fernzuhalten. Der Begriff Quarantäne wird bei Corona-Verdachtsfällen genutzt, von einer Isolation spricht man bei positiv getesteten Corona-Patienten.

Wer zählt als Kontaktperson?

Zu den Kontaktpersonen zählen aktuell Haushaltsangehörige, diese müssen sich in Absonderung begeben, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind und keine gegenteilige Anordnung der zuständigen Behörde erhalten haben – etwa im Rahmen der Kontaktpersonennachverfolgung, die bei vulnerablen Gruppen noch durchgeführt wird.

Kontaktpersonen sollten ansonsten Kontakte reduzieren und sich bei Auftreten von Symptomen testen lassen. Dennoch gibt es keine Pflicht zur Absonderung.

Welche Personen zählen zu den vulnerablen Gruppen?

Zu vulnerablen Gruppen werden etwa Personen, die sich im Krankenhaus oder eine Pflegeeinrichtung aufhalten, gezählt.

Wie verhalte ich mich, wenn ein Selbsttest anzeigt, dass ich Corona-positiv bin?

Personen, die sich selbst positiv auf Corona getestet haben, sollten sich freiwillig in häusliche Absonderung begeben und das Testergebnis durch einen PCR-Test bestätigen lassen. Die freiwillige häusliche Absonderung kann hierfür unterbrochen werden. Zudem ist der Test in diesem Fall kostenlos.

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