Abgegrast

Doch kein Geheimtipp

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Ein Ausflug im Sommer 1963. Die Familie aus Aalen ist mit dem Zug nach Schweighausen gefahren und dann 30 Minuten zum Orrotsee gelaufen.

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Zumindest für Ostälbler aus dem westlichen Kreisgebiet könnte er noch ein Geheimtipp sein: der Orrotsee bei Rosenberg. Zumindest bis heute, bis zu dieser Zeitungslektüre?

Nein, große Sorgen, dass nun Massen an Gästen aus der Region bei ihnen einfallen werden, müssen sich die Menschen in Rosenberg sicher nicht machen. Denn Besucher können nicht direkt am Orrotsee ihr Auto parken, sie müssen vom Wanderparkplatz noch einige Minuten zu Fuß zum Badeplatz laufen. Und Einkehrmöglichkeit am See? Zumindest ein Kiosk mit kalten Getränken? Fehlanzeige! Gästen bleibt also keine andere Wahl, als ihren Proviant in Kühltaschen an den See zu tragen. Wie lästig!?

Zumindest heute erscheint uns das unbequem. Vor 60 Jahren, so erzählt Autorin Anne Karrer aus Aalen, sei das noch anders gewesen: "Im Orrotsee habe ich schon als Kind gebadet, wir fuhren mit den Eltern mit dem Zug von Aalen nach Schweighausen, damals gab's da noch einen Bahnhof. Wir haben alles mitgeschleppt, Liegestuhl, Luftmatratze, Klappstuhl, Essen und so weiter und sind die zwei Kilometer zum See gelaufen. Dann hielten wir uns immer einen ganzen Tag am See auf und fuhren abends wieder heim. Ich hab noch sehr schöne Erinnerungen daran. War immer ein schöner Badeurlaubstag."

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