Doch nur ein Impfzentrum im Kreis – und zwar in Aalen

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Ulrich-Pfeifle-Halle in Aalen. Archivfoto
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Warum das Land nur ein Impfzentrum für den Kreis vorsieht. Schon zum Jahreswechsel soll es bereit sein.

Aalen. Im Ostalbkreis wird es doch nur ein Impfzentrum geben – und zwar in der Ulrich- Pfeifle-Halle in Aalen. Das hat Landrat Dr. Joachim Bläse in der Ausschusssitzung des Kreisrats am Montagnachmittag bekannt gegeben. Eigentlich hätte der Landkreis gerne zwei Impfzentren – eines in Aalen und eines in Schwäbisch Gmünd – eingerichtet.

In der Sitzung erläuterte Bläse den Hintergrund: Das Land plane, insgesamt 50 Impfzentren in Baden-Württemberg einzurichten. Bei 44 Stadt- und Landkreisen würden also sechs Kreise zwei Impfzentren bekommen. Da der Ostalbkreis flächenmäßig der drittgrößte sei, war man davon ausgegangen, dass der Kreis einer derjenigen sei, der zwei Impfzentren einrichten könne. In Abstimmung mit den Oberbürgermeistern der beiden Kreisstädte war geplant, die Kreisimpfzentren in Form von fliegenden Bauten auf dem Aalener Greutplatz und auf dem Parkplatz Nepperbergstraße in Gmünd zu installieren. Ersatzweise waren die Aalener Ulrich-Pfeifle-Halle und die Schwerzerhalle Gmünd vorgesehen. Nun aber habe die Kreisverwaltung erfahren, dass sich das Land bei der Konzeption nicht an der Fläche der Stadt- und Landkreise sondern an den Bevölkerungszahlen orientiere. Demzufolge bekommen die sechs bevölkerungsreichsten Stadt- und Landkreis zwei Impfzentren. Der Ostalbkreis gehört nicht dazu

Start schon zum Jahreswechsel: Am Wochenende habe sich der Landrat mit Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler abgestimmt und besprochen, dass der Landkreis die städtische Ulrich-Pfeifle-Halle gegenüber dem Land als Impfzentrum anmelde. Offiziell müsse das Impfzentrum bis 15. Januar startklar sein. "Ich wäre schon gerne zum Jahreswechsel bereit. Das zu organisieren, gibt einen Kraftakt", sagte Bläse. Die Stadt- und Landkreise übernehmen ihm zufolge in Baden-Württemberg die Koordination. Das hätten die Landrätinnen und Landräte miteinander vereinbart. Über den Landkreistag Baden-Württemberg habe der Ostalbkreis gegenüber dem Land am Montag zum Ausdruck gebracht, dass diese Entscheidung für ein Kreisimpfzentrum aus Sicht des Kreises zurückhaltend bewertet werde. So heißt es in einer Pressemitteilung, die das Landratsamt zeitgleich zur Ausschusssitzung am Montagnachmittag verschickte.

Zusammenarbeit mit dem Rems-Murr-Kreis: Falls sich das Land entscheiden sollte, aufgrund eines höheren Bedarfes weitere Standorte für Kreisimpfzentren einzurichten, muss aus Sicht des Landrats der Ostalbkreis als Flächenlandkreis berücksichtigt werden. "Nach Rücksprache mit dem Rems-Murr-Kreis könnten wir uns auch vorstellen, einen weiteren Kreisimpfzentrumsstandort gemeinsam zu betreiben, um das Netz für unsere Bevölkerung dichter zu knüpfen", so Bläse. Dem Landrat bekommt der benachbarte Rems-Murr-Kreis – ebenfalls anders als gedacht – nur ein Impfzentrum. Das soll in Backnang entstehen. "Schwierig für die Menschen im Remstal", sagte Bläse in der Ausschusssitzung.

Drei mobile Impfteams statt zwei: Pro Kreisimpfzentrum habe das Land je zwei mobile Impfteams vorgesehen. "Da bin ich der Meinung, dass wir mehr brauchen", sagte Bläse. Der Ostalbkreis will für eine Abdeckung des Gebietes drei mobile Impfteams einrichten und habe dies beim Land so beantragt.

CO2-Messgeräte und Antigentests

Über mehrere Anträge der Fraktionen zum Haushalt 2021 hat der Kreistagsausschuss für Bildung und Finanzen am Montag beraten. Auf Antrag der SPD-Fraktion berichteten Kreiskämmerer Karl Kurz und der Dezernent für Ordnung, Verkehr und Veterinärwesen, Thomas Wagenblast, über Antigentests und zum Einsatz von CO2 Messgeräten an den kreiseigenen Schulen im Ostalbkreis

CO2-Messgeräte: Über 200 solcher Messgeräte habe der Landkreis für die kreiseigenen Schulen bestellt – und zwar bei der Firma Renz in Heubach. Wie viele Messgeräte man benötige und wo genau sie eingesetzt werden, sei zuvor mit den Schulleitern abgestimmt worden.

Antigentests: 30 000 Antigentests habe der Landkreis für Clustertestungen in Schulen und anderen Einrichtungen bestellt. Die Testungen werden auf Veranlassung des Gesundheitsamt gemacht – nicht in den Schulen, sondern in Aalen im Abstrichzentrum in der ehemaligen Musikschule und in Schwäbisch Gmünd in einem Gebäude der Stadtwerke.

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