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DRK-Glücksbringer im Einsatz für den großen letzten Wunsch

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Glücks Expess im Tannheimer Tal
Glücks Expess im Tannheimer Tal © privat

Wenn es keine Hoffnung mehr gibt, „austherapiert“ die Diagnose lautet, dann kommen die DRK-Glücksbringer zum Einsatz. Ab sofort wollen die Kreisverbände Schwäbisch Gmünd und Aalen hier kooperieren.

Schwäbisch Gmünd

Nur noch kurze Zeit zu leben – eine Diagnose, die häufig nicht nur ältere Menschen trifft: Oftmals gibt es dann noch diesen einen großen letzten Wunsch. Dann kommen die DRK-Glücksbringer zum Einsatz. Erstmals kooperieren dabei die Kreisverbände Aalen und Schwäbisch Gmünd.

„Ich möchte so gerne noch einmal Meeresluft riechen, spüren. Am besten an der rauen Nordsee“, sagt die Frau und hat Tränen in den Augen. Sie gilt als das, was die Ärzte austherapiert nennen. Keine Medizin kann der 50-Jährigen noch helfen. Doch sie hat noch diesen letzten Wunsch. „Und genau in solchen Situationen steht unser Team der Glücksbringer bereit“, sagt Vesna Groznica, Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbands Schwäbisch Gmünd. Um in diesen Palliativfällen effektiv unterstützen zu können, kooperieren in Zukunft die Kreisverbände aus Aalen und Schwäbisch Gmünd.

Den letzten Wunsch erfüllen

„Es geht nur um eines: um den Menschen“, sagt Vesna Groznica. Sie und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfahren immer wieder von diesen Fällen, in denen Menschen, die nicht mehr genesen können, einen letzten Wunsch haben. So wie die Frau, die eben noch einmal das Meer sehen wollte. Die Geschäftsführerin in Schwäbisch Gmünd sagt: „Oftmals, da ist man dann wirklich auch überrascht, sind es auch nur ganz kleine Dinge, die die Betroffenen sich wünschen: einmal noch so einen leckeren Kuchen im „Café Margrit“ essen oder ein Fußballspiel sehen, vielleicht nach Stuttgart ins Stadion fahren. Alles Dinge, die so leicht zu erfüllen sind, die aber gleichzeitig so viel Freude in ein Leben, in ein Gesicht bringen.“

Es sind in Schwäbisch Gmünd die sogenannten „Glücksbringer“, die Wünsche erfüllen, wenn ein Leben sich dem Ende entgegen neigt. Der Name ist Programm: Denn sie bringen tatsächlich genau dieses Glück in die Herzen. „Bei uns ist das ein gemischtes Team aus Ehrenamtlichen und Beschäftigten, die sich um die Organisation kümmern und die dann mit dem betroffenen Menschen in ein Auto steigen, um genau dort hinzufahren, wo er so gerne sein möchte.“

Vesna Groznica ist seit dem Sommer des vergangenen Jahres die Chefin des Gmünder DRK-Kreisverbands. Seither hat sie viel bewegt, vieles angestoßen. Wichtig war und ist ihr auch die Kooperation mit den Kreisverbänden in der Nähe – so zum Beispiel in Aalen. „Ich muss schmunzeln, wenn ich das Wort Konkurrenz höre. Nein, das darf keineswegs sein. Ich kann es nur wiederholen: Es geht doch um die Hilfe für Menschen.“

Zusammenarbeit startet

Umso glücklicher ist sie, dass es jetzt in Sachen „Glücksbringer“ zu einer Zusammenarbeit mit dem Pendant des Kreisverbandes in Aalen kommt, dort unter dem Begriff „Glücks-Express“. Das Aalener DRK hat extra für solche Fahrten für palliativ diagnostizierte Menschen ein Fahrzeug angeschafft. Und gemeinsam werden diesen nun beide Kreisverbände nutzen. „Da gibt es große Synergien, die dazu führen, dass wir noch mehr Frauen, Männern und Kindern ihre Wünsche erfüllen können.“ Ganz bewusst sagt Vesna Grozica auch Kinder. „Es sind doch längst nicht nur Ältere, die eine solche Diagnose trifft oder treffen kann. Wenn wir in die Augen eines Kindes blicken, das nur davon träumt, ein letztes Mal eine Rutsche im Schwimmbad hinunterzuflitzen – dann müssen wir doch alles tun, dass dieser Traum in Erfüllung geht.“ Die Teams aus Aalen und Gmünd stehen genau dafür in Zukunft Seite an Seite.

Spenden für die „Glücksbringer“ an: Kreissparkasse Ostalb, IBAN: DE40 6145 0050 0805 2432 13; BIC: OASPDE6AXXX. Stichwort: Spende DRK-Glücksbringer.

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